Historische Köche erfolgreich

Erstellt am 27. August 2021 | 11:01
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Team des Koch-Kultur-Museums Eggenburg überzeugte Jury in Ungarn mit mittelalterlichen Gerichten.

Einen großartigen Erfolg erkochten sich die kreativen Köpfe des Koch-Kultur-Museums Eggenburg beim 9. Barocken Kochfestival in Fertöd in Ungarn: Das Team rund um den Eggenburger Georg Geml holte einen Sonderpreis für die Darstellung Präsentation.

Geml zeigte sich nach dem Erfolg gegenüber der NÖN erfreut: „Bewaffnet mit unserer mobilen Feuerstelle und dem historischen Bratenwender, den uns das Krahuletzmuseum geliehen hat, fuhren wir in unser Nachbarland und schafften zwar keinen Stockerlplatz, aber immerhin einen Preis für die am meisten zeitgetreue Kochtruppe.“ Bei der Siegerehrung wurde herausgestrichen, dass das Koch-Kultur-Museum sich so präsentiert hat, wie es sich die Jury von allen Teams wünschen würde, daher habe man auch gleich eine Einladung für 2022 erhalten.

Warum eigentlich ein Sonderpreis?

Der Chef des mittelalterlichen Drehspießes erklärt: „Als wir gefragt wurden, ob wir bei dem Wettbewerb mitmachen, haben wir uns nach kurzen Verhandlungen darauf geeinigt, dass wir spätmittelalterlich beziehungsweise frühneuzeitlich kochen. Bei barocken Gerichten, also aus der Zeit des 17. Und 18. Jahrhunderts, fehlt es uns noch ein wenig an Erfahrung.“ Zwei Kategorien standen beim Kochfestival zur Auswahl: „Herrschaftsküche“ und „Csarda-Küche“, was so viel wie „Gasthaus-Küche“ bedeutet. Die Fans der historischen Küche aus Eggenburg traten in der Kategorie „Csarda-Küche“ gemeinsam mit elf anderen Teams an – und waren das einzige Team, das nicht aus Ungarn kam.

Für 2022: Ungarisch-Kurs schon gebucht

Hochkarätig war nicht nur das Teilnehmerfeld, auch die Jury glänzte mit großen Namen: Neben Fürst Anton II. Eszterházy und den Mundköchen des Ungarischen Botschafters in Wien, entschied auch der Chefkoch des Ritz Carlton Grand Hotel in Wien über Geschmacksnoten und Können.

Weil die Verständigung mit den Gastgebern herausfordernd war, hat man schon einen Plan für 2022: „Für den Ungarisch-Kurs an der Volkshochschule haben wir uns alle eingetragen – und dann wird barock gekocht!“