Lagerhaus wird nicht größer . Absdorf-Ziersdorf stimmte gegen Fusion. Mitglieder blickten auf eine andere Zusammenlegung zurück.

Von Leo Nowak. Erstellt am 18. September 2020 (04:06)
Generalversammlung mit (v. l.): Lorenz Mayer (Landwirtschaftskammer), Helmut Raunig, Alexander Pilarski (Verband), RWA-Vorsitzender Stefan Mayerhofer, Direktor Edwin Vorhemus, Obmann Johann Rohringer, den Stellvertretern Gerhard Ratsch und Martin Müllner, Aufsichtsratvorsitzender Andreas Boigenfürst und Revisor Franz Wagner.
Leo Nowak

Zu einer „besonderen“ Generalversammlung begrüßte Johann Rohringer, Obmann des Raiffeisenlagerhauses Hollabrunn-Horn: Erstens wegen der Corona-Pandemie, sodass man diesmal mit gebotenem Abstand in der Stadthalle zusammensaß. Zweitens, weil es die letzte Generalversammlung war, die der langjährige Lagerhaus-Direktor Edwin Vorhemus vor Eintritt in seinen Ruhestand im Jänner vorbereitet hat.

Und zum Dritten, weil die Tagesordnung wegen der wiederholten Fusionsabsage des Raiffeisen-Lagerhauses Absdorf-Ziersdorf geändert wurde. Wenige Tage vorher hatten statt zwei Dritteln der Genossenschaftsmitglieder nur 56 Prozent einer geplanten Zusammenlegung zugestimmt. Erst im Vorjahr erfolgte die Fusion mit dem Lagerhaus Weitersfeld-Zissersdorf und dies hatte Neuerungen zur Folge.

Man hat Investitionen bei der Getreideübernahme in Weitersfeld vorgenommen, die Düngertankstelle in Sallapulka und eine Düngerhalle in Langau gebaut, zudem die Umgestaltung der Filiale Zissersdorf und den Neubau der Weitersfelder Werkstätte für 2021 geplant.

Umsatz liegt bei 201 Millionen Euro

Die Bilanz des Lagerhauses umfasst 113 Millionen Euro Aktiva (plus zwei Prozent Wachstum) und 201 Millionen Umsatz. Auf Antrag von Aufsichtsratsvorsitzendem Andreas Boigenfürst wurde der Bilanzgewinn von 336.000 Euro den Rücklagen übertragen.

Die Genossenschaft mit 5.235 Mitgliedern umfasst derzeit 34 Orte, wo 573 Mitarbeiter, darunter 34 Lehrlinge, beschäftigt sind. Das Lagerhaus war auch nach dem Corona-Lockdown fast immer geöffnet, übernahm sogar die Postpartnerschaft in Eggenburg und erwirtschaftete vor allem bei den Baumärkten und in den Bereichen Energie und Technik steigende Umsätze.

Trotz Corona sehe die vorläufige Bilanz für 2020 nicht so schlecht aus, wie auf der Generalversammlung zu hören war. Eine Rekordernte kündigt sich an. Revisor Franz Wagner erstattete den Bericht des Revisionsverbandes und betonte insbesondere die 48 Prozent Eigenkapital der Genossenschaft Hollabrunn-Horn als vorbildlich.

Raiffeisen-Ware-Austria-Vorstandsdirektor Stefan Mayerhofer, der dem Lagerhaus Hollabrunn-Horn zum wirtschaftlichen Erfolg gratulierte, gab einen Situationsbericht über den Konzern und empfahl, Wachstums-Chancen zu nützen und besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung in allen Bereichen zu legen. Bürgermeister Georg Gilli und zahlreiche Ehrengäste waren unter den Teilnehmern.

Lagerhausdirektor Edwin Vorhemus (2. von links) war in 20 Jahren für zwei Fusionen und fünf Firmenübernahmen maßgeblich beteiligt. Er sei für den Betrieb unersetzlich geworden, würdigten Obmann Johann Rohringer und dessen Stellvertreter Martin Müllner und Gerhard Ratsch (von links).
Leo Novak

Zu einer „besonderen“ Generalversammlung begrüßte Johann Rohringer, Obmann des Raiffeisenlagerhauses Hollabrunn-Horn: Erstens wegen der Corona-Pandemie, sodass man diesmal mit gebotenem Abstand in der Stadthalle zusammensaß. Zweitens, weil es die letzte Generalversammlung war, die der langjährige Lagerhaus-Direktor Edwin Vorhemus vor Eintritt in seinen Ruhestand im Jänner vorbereitet hat.

Und zum Dritten, weil die Tagesordnung wegen der wiederholten Fusionsabsage des Raiffeisen-Lagerhauses Absdorf-Ziersdorf geändert wurde. Wenige Tage vorher hatten statt zwei Dritteln der Genossenschaftsmitglieder nur 56 Prozent einer geplanten Zusammenlegung zugestimmt. Erst im Vorjahr erfolgte die Fusion mit dem Lagerhaus Weitersfeld-Zissersdorf und dies hatte Neuerungen zur Folge.

Man hat Investitionen bei der Getreideübernahme in Weitersfeld vorgenommen, die Düngertankstelle in Sallapulka und eine Düngerhalle in Langau gebaut, zudem die Umgestaltung der Filiale Zissersdorf und den Neubau der Weitersfelder Werkstätte für 2021 geplant.

Umsatz liegt bei 201 Millionen Euro

Die Bilanz des Lagerhauses umfasst 113 Millionen Euro Aktiva (plus zwei Prozent Wachstum) und 201 Millionen Umsatz. Auf Antrag von Aufsichtsratsvorsitzendem Andreas Boigenfürst wurde der Bilanzgewinn von 336.000 Euro den Rücklagen übertragen.

Die Genossenschaft mit 5.235 Mitgliedern umfasst derzeit 34 Orte, wo 573 Mitarbeiter, darunter 34 Lehrlinge, beschäftigt sind. Das Lagerhaus war auch nach dem Corona-Lockdown fast immer geöffnet, übernahm sogar die Postpartnerschaft in Eggenburg und erwirtschaftete vor allem bei den Baumärkten und in den Bereichen Energie und Technik steigende Umsätze.

Trotz Corona sehe die vorläufige Bilanz für 2020 nicht so schlecht aus, wie auf der Generalversammlung zu hören war. Eine Rekordernte kündigt sich an. Revisor Franz Wagner erstattete den Bericht des Revisionsverbandes und betonte insbesondere die 48 Prozent Eigenkapital der Genossenschaft Hollabrunn-Horn als vorbildlich.

Raiffeisen-Ware-Austria-Vorstandsdirektor Stefan Mayerhofer, der dem Lagerhaus Hollabrunn-Horn zum wirtschaftlichen Erfolg gratulierte, gab einen Situationsbericht über den Konzern und empfahl, Wachstums-Chancen zu nützen und besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung in allen Bereichen zu legen. Bürgermeister Georg Gilli und zahlreiche Ehrengäste waren unter den Teilnehmern.