Zank um Bauplätze: SPÖ und FPÖ gegen Neuaufschließung. ÖVP beschloss neue Bauplätze in Stoitzendorf – obwohl es dort in anderer Siedlung noch welche gibt.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 13. Mai 2020 (05:52)
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Leichte Unstimmigkeiten gab es im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 7. Mai zwischen SPÖ und ÖVP wegen der geplanten – und gegen die Stimmen von SPÖ und FPÖ beschlossenen – Widmung neuer Bauplätze in Stoitzendorf. Die sollen am Ortsende in Richtung Röschitz entstehen.

Die SPÖ kritisierte die Erschließung neuer Bauplätze, wenn es in Stoitzendorf ohnehin noch andere Bauplätze gebe. Damit vergrößere man die „Baulandreserve“, wie SP-Chefin Birgit Schrottmeyer anmerkte. Und das habe schon einmal dazu geführt, dass man Probleme gehabt habe, neue Baugründe in Eggenburg zu erschließen.

SP-Gemeinderat Manfred Mayer fragte nach, ob kursierende Gerüchte („die schaurigsten Sachen“), dass es in der bestehenden Siedlung zu „Nachbarschaftsstreitereien“ komme, der Grund für die Erschließung der neuen Baugründe sei. Das wies der Stoitzendorfer VP-Gemeinderat Stefan Berger zurück. Der Wunsch der Stoitzendorfer nach Baugründen in Richtung Röschitz liege an Gerüchten über die Grundwasserhöhe in der bestehenden Siedlung.

Nicht einstimmig wurde auch die Sanierung des Daches auf dem „Resch-Schloss“ neben der Stephans-Kirche beschlossen. Auch das Denkmalamt habe die dringende Sanierungsbedürftigkeit des Daches empfohlen. Der Teil des Schlosses, in dem sich der Trauungssaal befindet, gehört der Stadtgemeinde. Der Auftrag über 106.000 Euro wurde an die Firma Springer vergeben, die sechs SP-Mandatare enthielten sich.

Gilli: „Mondscheinkino läuft ausgeglichen“

Für eine Diskussion sorgte auch das Thema „Mondscheinkino“. In der vorwöchigen NÖN wurde Bürgermeister Georg Gilli zitiert, dass die Veranstaltung jährlich einen Abgang von 15.000 Euro bringe, während Tutschek von einem wesentlich geringeren Betrag (4.000 Euro) sprach. Gilli erklärte, dass er diese Zahl gegenüber der NÖN so nie erwähnt habe und legte auf die Feststellung wert, dass das Mondscheinkino unter dem Strich „ausgeglichen läuft und keinen Abgang verursacht“.