Bezirk Horn: Nicht nur Ernte war ein Thema. Landwirte aus dem Bezirk Horn diskutierten auch im Parlament beschlossenes Maßnahmenpaket.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 25. Juli 2020 (05:47)
Beim „Erntegespräch“ am Weingut Knell in Stoitzendorf: Ferdinand Mayer, Bürgermeister Georg Gilli, Franz Stift, Herbert Hofer, Josef Schuh, Andreas Boigenfürst, Landesrat Ludwig Schleritzko und Josef Knell.
privat

Zu sieben „Erntegesprächen“ lud Bezirksbauernkammer-Obmann Herbert Hofer in den vergangenen Tagen im Bezirk Horn. Dabei ging es nicht nur um die bevorstehende Ernte, sondern auch darum, die Funktionäre der Bezirksbauernkammer zu Diskussionsrunden zusammen zu bekommen. Wegen der Coronasituation wurden die Gespräche diesmal entweder im Freien oder in großen Hallen abgehalten. Drei der Gespräche fanden auch an Lagerhausstandorten statt, dabei wurden auch gleich die neuen Übernahmesysteme erläutert.

Der Besuch der Funktionäre sei dabei höher als erwartet gewesen, sagt Hofer. Daher hätten sich auch interessante Diskussionen ergeben. So wurde das in der Vorwoche im Parlament beschlossene Maßnahmenpaket für die Landwirtschaft besprochen. Hierbei sei aber festzuhalten, dass es zwar einen Beschluss und das nötige Budget gebe, die genauen Rahmenbedingungen aber erst vom Ministerium ausgearbeitet werden müssen, betont Hofer.

Weiterer wichtiger Punkt war der Klimawandel und die Versiegelung von Flächen. Vor der Frage, ob es besser sei, am Ortsrand oder im Ortskern zu bauen, müsse geklärt werden, wie man mit alter Bausubstanz umgehen soll.

„Brauchen Auflagen mit Hausverstand“

In der Landwirtschaft gelte der Grundsatz, dass erst dann auf der „grünen Wiese“ gebaut werde, wenn es nicht anders möglich sei. Die extremen Auflagen, die für die Entsorgung alter Bausubstanz gelten, müssten „mit Hausverstand“ geändert werden. So sei es etwa nicht einzusehen, warum man etwa für die Entsorgung von Lehm, „der ja aus unseren Feldern ausgestochen wurde“, sowie Stein oder Holz jetzt zahlen müsse.