Bezirk Horn am Frequency: „Hat dort eine geile Zeit“. Warum man das große Musikfestival nicht verpassen sollte, erzählen drei Jugendliche aus dem Bezirk.

Von Marcel Schallar und Lisa Köchl. Erstellt am 21. August 2019 (04:46)
privat
Valerie Maskow, Selina Bauer, Hannah Gaubitzer, Klaudia Koziel und Nely Ben-Sadon aus Horn lernten schnell neue Leute kennen, darunter zwei Burschen.

Zuerst in Wien, dann am Salzburgring und seit 2009 in St. Pölten: Das „FM4 Frequency“-Festival zieht jährlich tausende Jugendliche zur Traisen (heuer über 200.000), um einen Campingurlaub der anderen Art zu erleben. Die Nacht wird zum Tag, um viele und verschiedene Musik-Acts live an einem einzigen Wochenende erleben zu können: Was Jugendliche auf sich nehmen, um dabei sein zu können, und was sie dort erlebt haben, schilderten sie der Horner NÖN.

„Das Frequency ist das Festival meiner Wahl, weil es nicht weit weg ist und auch viele meine Freunde dort hinfahren“, erklärt Julia Hafner ihre Beweggründe. „Der Hauptgrund war allerdings kein bestimmter Künstler, sondern die Festival-Stimmung, die dort herrscht. Alle Leute sind gut drauf, jeder ist hilfsbereit und man hat dort einfach eine geile Zeit“, wird die 18-Jährige „auf jeden Fall“ nächstes Jahr wieder hinfahren, „wenn ich Zeit habe“.

„Was mich positiv überrascht hat, ist, dass im Gegensatz zum Novarock, viele Bäume und die Traisen am Gelände sind.“Jens Pröglhöf

Die Hornerin war am Samstag vor Ort, heuer bereits das dritte Mal. Sie kennt bisher nur ein Musikfestival, eben das Frequency – und hatte dafür einen besonderen Schlafplatz gewählt. „Da ich nur eine Nacht mit meinen Freunden dort war, haben wir kein Zelt aufgebaut, sondern im Auto geschlafen.“ Das hat sich gelohnt.

„Den besten Auftritt hat meiner Meinung nach Michael Moore hingelegt. Ich habe ihn schon letztes Jahr live gesehen, er sorgt immer für Wahnsinnsstimmung bei seinen Fans.“

Ein „Novarock“-Kenner war zum ersten Mal in St. Pölten: Jens Pröglhöf. „Ich bin vor allem wegen des diesjährigen Line-up aufs Frequency gefahren, vor allem Billie Eilish, Twenty One Pilots und Sunrise Avenue haben mich sofort angesprochen“, erzählt der 20-Jährige, der in Thunau am Kamp wohnt. Die Singer-Songwriterin Billie Eilish galt als eigentliche Headlinerin des Musikfestivals und kam äußerst gut an. „Ich habe das Glück, dass mein Bruder praktisch neben dem Parkplatz fürs Festival wohnt und konnte deshalb bei ihm übernachten.“

Überrascht, aber auch amüsiert hatten die „Alkoholleichen, die bereits am Donnerstag in der Früh am ganzen Campinggelände zu sehen waren.“ Der vorige Donnerstag war der erste Eventtag des Festivals, die ersten Camper reisen aber bereits am Mittwoch an.

„Frequency ist ein einziges Abenteuer“

„Was mich positiv überrascht hat, ist, dass im Gegensatz zum Novarock, das auf einem riesigen Feld stattfindet, viele Bäume und auch die Traisen am Frequency-Gelände sind. Das sorgt für angenehme Abkühlung bei großer Hitze.“ Er könne noch nicht sagen, ob er nächstes Jahr wieder dabei ist. „Es kommt für mich vor allem darauf an, welche Musiker dort nächstes Jahr auftreten werden.“

Valerie Maskow aus Horn war zum zweiten Mal Frequency-Gast. „Es ist eine gute Gelegenheit, um viel Zeit mit Freunden verbringen zu können. Man hat die Chance, viele verschiedene Künstler in kürzester Zeit zu sehen“, erklärt die 17-Jährige, die am liebsten in einer größeren Gruppe anreist. „Das Frequency ist ein einziges Abenteuer“, ergänzt sie. „Die Stimmung ist wirklich hervorragend, man lernt schnell neue nette Leute kennen.“

Gefreut hat sich Valerie Maskow am meisten auf die Auftritte von Ufo361 und Macklemore. Maskow wird voraussichtlich 2020 wieder Teil der Frequency-Community sein. Was darf man dabei auf keinen Fall zu Hause vergessen? „Ein praktischer Camping-Sessel darf auf keinen Fall fehlen. Auch eine Powerbank ist wichtig.“

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