Kredite: 3 Mio. Euro in Eggenburg beschlossen. Darlehen für Kindergartenprojekt macht mit 2,5 Mio. Euro Löwenanteil aus – Geld kommt aber von der EU.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 02. Oktober 2019 (10:33)
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Vizebürgermeisterin Susanne Satory. leitete die Gemeinderatssitzung.

Die Aufnahme von Krediten in Höhe von mehr als 3 Mio. Euro beschloss der Eggenburger Gemeinderat in seiner „Blitz-Sitzung“ am 26. September. Die zehn Punkte des öffentlichen Teils der Sitzung spulten die Gemeindemandatare in gerade einmal einer halben Stunde ab. Geleitet wurde die Sitzung von Vizebürgermeisterin Susanne Satory, da Bürgermeister Georg Gilli verhindert war.

Der Löwenanteil der Kreditaufnahmen entfällt auf das Projekt „Kindergarten II“ . Wie die NÖN berichtete, wird ja an das Gebäude der ehemaligen Sonderschule ein Zubau errichtet, in dem neben dem Leiterbüro und vier Gruppenräumen unter anderem auch ein „Snoozele-Bereich“ untergebracht sein sollen. Dazu wird im Bestandstrakt eine Tagesbetreuungsgruppe, Bewegungsräume und ein Personalraum samt Teeküche eingerichtet.

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Stadtrat Martin Neugebauer erläuterte die Vorfinanzierung des Kindergartens.

Für das Projekt wird ein Kredit über 2,5 Mio. Euro bei der Raiffeisenbank Eggenburg aufgenommen. Allerdings, so sagte der zuständige Stadtrat Martin Neugebauer, dient dieses Geld nur der Vorfinanzierung. Wenn die EU-Fördergelder aus dem ELER-Fonds – vermutlich etwa in drei Jahren – an die Stadtgemeinde gehen, kann der Betrag zurückgezahlt werden.

Ein Darlehen über 240.000 Euro für die Wasserversorgungsanlage in der Pulkauer-Straße wird ebenfalls bei der Raiffeisenbank Eggenburg aufgenommen. Eines über 165.000 Euro für die Finanzierung des Umbaus des Feuerwehrhauses (die NÖN berichtete mehrfach) hingegen bei der Erste Bank.

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SP-Gemeinderat Manfred Mayer stimmte gegen eine Kredit-Aufnahme.

Während diese Beschlüsse einstimmig ausfielen, gab es bei der Aufnahme eines Kredits über 150.000 Euro für die Dachsanierung am „Resch-Schloss“ aus der SPÖ-Fraktion drei Enthaltungen und eine Gegenstimme von Manfred Mayer. Er begründete diese Gegenstimme damit, dass er der Meinung sei, dass das Gebäude der Stadtgemeinde „aufs Aug‘ gedruckt“ worden sei.

Thematisiert wurde auch, dass die Gemeinde nicht die gesamte Sanierung des Daches finanzieren muss, sondern auch die anderen Eigentümer beitragen. „Wir zahlen für die Sanierung über dem Trauungssaal, den Räumlichkeiten der Volkshochschule und der Wohnung, die wir vermietet haben“, erklärte Stadtrat Josef Kirbes. Außerdem werde man nicht den gesamten Kreditbetrag ausschöpfen müssen, da entgegen ersten Vermutungen der Dachstuhl „nicht total erledigt“ sei, sondern nur teilweise erneuert werden müsse, so Kirbes. Auch dieses Darlehen wird übrigens bei der Raiffeisenbank Eggenburg aufgenommen.

Neben einigen Grundstücksangelegenheiten stand auch die Festlegung von Straßennamen im Bereich der Eduard-Kranner-Straße und der Mozart-Straße an. Die dort entstandenen neuen Straßenzüge werden nach den Eggenburger Künstlern Ferdinand Streicher, Rudolf Pertermann und Fritz Eheim benannt.

Ebenso einstimmig angenommen wurde das Ansuchen des Zivilschutzverbandes, die Stadtgemeinde möge im Mai 2020 einen Vorbewerb der Kinder-Sicherheits-Olympiade organisieren. Dabei wird mit Kosten von maximal 2.800 Euro für die Verpflegung der Kids sowie für Pokale gerechnet.