Streunende Kangals wieder auf Tour: Sorge um Kinder. Herumstreunende Hunde sorgen in Frauenhofen für Aufregung. Laut Bürgermeister Josef Gundinger umging Besitzer Hundehalteverbot mit neuer „Finte“.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 16. Januar 2019 (05:25)
Martin Kalchhauser
Bürgermeister Josef Gundinger.

Bereits seit 2017 gibt es in Frauenhofen wegen herumlaufender Kangals immer wieder Aufregung (die NÖN berichtete, siehe hier und ganz unten). Auch jüngst wandten sich besorgte Einwohner an die NÖN. Die türkischen Hirtenhunde (sie können bis zu 80cm groß und 60 Kilo schwer werden) wurden in der Vorwoche wieder zwei Mal im Dorf streunend gesehen, auch vor dem Kindergarten soll ein Hund herumgelaufen sein, berichten besorgte Eltern.

2017 eine Katze und zwei Hühner totgebissen

Mit dem Problem konfrontiert, berichtet Bürgermeister Josef Gundinger (ÖVP), dass er seit Beginn der Probleme, als die Hundebesitzer aus Waldhausen (Bezirk Zwettl) nach Frauenhofen gezogen sind, zahlreiche Schritte gesetzt habe, die Problematik in den Griff zu bekommen. „Weder ich als Bürgermeister, noch die Gemeinde, haben Zeit versäumt“, meint Gundinger.

Nachdem die Kangals 2017 eine Katze und zwei Hühner totgebissen hatten, habe er alle notwendigen Schritte für ein Hundehalteverbot eingeleitet. Das Verfahren habe sich aber gezogen, weil der Betroffene keine Möglichkeit für einen Einspruch ungenutzt gelassen habe. „Wir mussten diese Einspruchsfristen natürlich jeweils abwarten“, meint Gundinger.

Als das Hundehalteverbot dann aber doch ausgesprochen war, legte der Mann wieder Einspruch ein. Schließlich landete der Fall sogar vor dem Landesverwaltungsgericht, der das Verbot aber in einem laut Gundinger raschen Verfahren im Mai 2018 bestätigte.

Danach habe der Mann aber eine neue Finte gefunden, das verhängte Hundehalteverbot zu umgehen. „Er hat seine Hunde einfach seinem Vater, der im selben Anwesen wohnt, verkauft“, erzählt Gundinger. Damit gehe nun das selbe Prozedere – nur eben gegen den Vater des bisherigen Besitzers – los.

Da die Besitzer die Hunde nicht verwahrlosen lassen – wie die Amtstierärztin festgestellt hatte (die NÖN berichtete bereits) –, könne man gegen die Familie auch nicht nach dem Tierschutzgesetz vorgehen. Da auch – noch – keine Menschen gebissen worden seien, könne man die Tiere den Besitzern nicht abnehmen.

Die Familie war übrigens laut Gundinger aus Waldhausen nach Frauenhofen gezogen, weil auch dort ein Hundehalteverbot ausgesprochen worden war.