Neue Funktion für Haus am Kamp-Ufer. Seit Jahren ist das Haus am Kamp-Ufer ohne Funktion. Das soll sich schon demnächst ändern.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 13. April 2019 (07:14)
R. Kornell
VAMED-Vorstandsvorsitzender Ernst Wastler (rechts, mit Konzernsprecher Ludwig Bichler) bei der Pressekonferenz in Wien, bei der er schon demnächst eine Lösung für das China-Zentrum in Aussicht stellt.

„Wir haben schon konkrete Ideen“, sagte Ernst Wastler, der Vorstandsvorsitzende der VAMED, als er bei der Pressekonferenz im Vorjahr zu Plänen mit dem China-Zentrum befragt wurde. „Wir denken daran, dass wir das China-Zentrum in eine erweiterte medizinische Nutzung überführen“, waren Wastlers Worte, als er am vergangenen Donnerstag mit seiner Aussage konfrontiert wurde. „Ganz konkret werden wir demnächst dazu Stellung nehmen.“ Mehr ließ er sich vorläufig noch nicht entlocken.

Ein Thema, zu dem der Konzernchef von der NÖN befragt wurde, war natürlich die Reha-Klinik. „Hier werden wie in Eggenburg permanent hochqualitative Leistungen erbracht“, sparte Wastler nicht mit Lob für die von VAMED und Land NÖ betriebene Einrichtung, die das ganze Jahr über zu hundert Prozent ausgebucht ist. „Die Leute kommen von überall her und wollen ganz konkret nach Gars bzw. Eggenburg, weil das Personal dort kompetent ist.“

Lob von höchster Stelle gab es auch für das „la pura women‘s health resort“, das einzige Zentrum für Frauengesundheit in Österreich: „Das Haus hat sich wieder ganz toll weiterentwickelt. Wir haben Zuwächse im zweistelligen Bereich sowohl im Erlös als auch bei der Auslastung. Das ist schon sehr erfreulich.“ Er habe immer gesagt, mehr als 60 Prozent Auslastung dürfe es nie werden, denn sonst habe man genau das, was man nicht haben wolle.

„Denn die Frauen sollen sagen, dass sie sich hier wohl fühlen, dass sie höchstmöglich individuell betreut werden.“ Man arbeite daran, die „medical wellness“ weiter auszubauen, das neue „healthy aging“-Konzept von Primaria Karin Stengg – die NÖN berichtete in der Vorwoche – sei ein Schritt in diese Richtung.

„60 Prozent Auslastung sind das Maximum!“

Und wie weit ist das „la pura“ von diesen 60 Prozent noch entfernt? Wastler: „Wenn wir wollen, können wir das relativ schnell erreichen, aber wir steuern das so aus, dass wir das Ganze im Sinn unserer Gäste im Auge behalten. Wir bewegen uns derzeit bei über 50 Prozent.“

Das „la pura“ ist wie die anderen Einrichtungen der VAMED in Niederösterreich, etwa die Therma Laa mit dem „Silent Spa“, ein Erfolgsprojekt, auf das man sehr stolz sei.

Stolz durfte Wastler auch bei der Präsentation der Erfolgszahlen des Vorjahres sein: „2018 haben wir das größte Wachstum im 37. Jahr unserer Firmengeschichte erzielt.

Wir haben 840 Gesundheitseinrichtung weltweit mit 193.000 Betten, das ist hundertmal so viel wie das AKH, der Umsatz ist um 38 % auf 1,7 Milliarden gestiegen, der Jahresüberschuss nach Steuern um 44 % auf 73 Millionen Euro. In unseren Gesundheitszentren in Österreich, der VAMED Vitality World, haben wir 3,2 Millionen Gäste beherbergt.“