Wechsel: Norbert Ledl neu im Gemeinderat

Erstellt am 31. März 2022 | 04:31
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Bürgermeister Johann Glück (links) und Vizebürgermeisterin Karin Gutmann (rechts) hießen Norbert Ledl als neuen Gemeinderat in Geras willkommen.
Foto: Gschweidl
Der 48-jährige Landwirt aus Purgstall folgt auf Edi Liebhart, der sich aus privaten Gründen zurückzog. Gemeinderat Geras stimmte auch Abschluss 2021 zu.

Der Rechnungsabschluss und eine Personalrochade waren die Schwerpunkte der jüngsten Sitzung des Geraser Gemeinderates. Dabei wurde der 48-jährige Landwirt Norbert Ledl als Nachfolger von Edi Liebhart (58) in den Gemeinderat gewählt. Der Schirmannsreither Landwirt war aus privaten Gründen zurückgetreten.

Ledl ist dreifacher Familienvater und ebenfalls Landwirt. Relativ logisch, dass er sich besonders im Land- und Forstwirtschaftsbereich einbringen möchte. Er übernimmt im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft sowie Umwelt auch den Sitz von Liebhart, zum neuen Obfrau-Stellvertreter in diesem Ausschuss folgt Stadtrat Jürgen Haller Liebhart nach. Auch im Ausschuss für Wasser, Kanal, Straße übernimmt Ledl den Sitz von Liebhart. Im Bildungs-Ausschuss wurde Christopher Plessl zum Nachfolger Liebharts gewählt, im Mittelschul-Ausschuss für die SMS Gars übernimmt Margit Perzy die Aufgaben Liebharts.

Fast 800.000 Euro weniger Schulden als 2020

Beim Rechnungsabschluss zog Bürgermeister Johann Glück zufrieden Bilanz, der fiel nämlich besser als ursprünglich erwartet aus. Das Haushaltspotenzial konnte im Vergleich zum Vorjahr um 114.000 Euro auf 432.000 Euro gesteigert werden. Der Ergebnishaushalt bringt ein Nettoergebnis von 46.000 Euro. Die liquiden Mittel betragen mit Jahresende 2021 639.000 Euro – das ist gegenüber 2020 ein Plus von 375.000 Euro. Zudem ist der Schuldenstand rückläufig. Er konnte im Lauf des vergangenen Jahres um 787.000 Euro auf 9,88 Mio. Euro gesenkt werden.

Ebenfalls positiv fiel der Jahresabschluss für die KommReal Geras GmbH, in der 14 Objekte verwaltet und an die Gemeinde vermietet werden, aus. Er weist einen Bilanzgewinn von 211.000 Euro aus.

Abgelehnt haben die Geraser Gemeindemandatare übrigens die derzeit in fast allen Gemeinden beschlossene „Resolution gegen Atomkraft als nachhaltige Investition in die Taxonomieverordnung“, in der die Gemeinden gegen die Einstufung von Atomenergie seitens der EU als „grüne“ und daher förderwürdige Technologie auftreten. Jeder habe selbst die Möglichkeit, diese Resolution zu unterzeichnen. Man wolle den Bürgern da keine Richtung vorgeben, begründete Bürgermeister Glück dieses „Njet“ des Gemeinderates.