Kunde in Horn drohte: „Zünde Lokal an!“. 47-Jähriger mutierte zu Terrorgast in Horner Pizzeria. Drohungen bringen ihn in Anstalt.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Mai 2021 (09:04)
Symbolbild
APA (Archiv)

„Anfangs war er ein ganz normaler Gast, wurde sogar zum Stammkunden. Nach rund zwei Monaten zeigte er dann eine ganz andere Seite. Von einer Minute zur anderen wurde er zu einem Fremden. Er begann grundlos zu schreien, andere Gäste anzupöbeln und mit Gegenständen zu werfen“, schilderte der Pizzeriabetreiber vor Gericht die Wandlung eines Kunden in einen Terrorgast.

Nachdem der unberechenbare Stammgast, ein Horner (47), Lokalverbot bekommen hatte, machte er vor der Pizzeria munter weiter: „Er beschimpfte ankommende Gäste, schlug gegen die Fenster und legte mit seinen pausenlosen Anrufen zur Mittagszeit das Geschäft lahm. Er wurde immer aggressiver. Als er meine Familie und mich mit einem Schraubenzieher bedroht und mehrfach angekündigt hat, mein Lokal abzufackeln, reichte es mir. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft und es ist Ruhe“, erzählte der Pizzeria-Chef.

„Vor mir braucht sich keiner fürchten. Aber i bauch mit a net sekkieren lassen“, sagte der Beschuldigte und räumte lediglich verbale Entgleisungen ein: „In meiner Wut kann ma ja was rausgerutscht sein. Aber des war do nur so dahingesagt und nicht ernst gemeint“, beteuerte er.

Ein Gutachter stellte bei dem 47-Jährigen eine psychische Erkrankung fest und bejahte einen Aufenthalt in einer Anstalt aufgrund einer negativen Gefährlichkeitsprognose bei dem Horner. Der Waldviertler wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Die Einweisung in eine Anstalt wurde angeordnet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.