Gemeinde Röhrenbach feierte Geburtstag. In der Schlosstaverne Greillenstein gedachten die Vertreter der Gemeinde Röhrenbach in einem Festakt der Gemeindezusammenlegung im Jahr 1969.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 18. November 2019 (08:33)

Einen Blick zurück machten dabei unter dem Motto „Wie es damals war“ Zeitzeugen und die Ehrenbürger Walter Krippel, Manfred Wielach und Alfred Fraßl im Gespräch mit Geschäftsführender Gemeinderätin Verena Amon.

„Es war für uns alle eine spannende Zeit, die große Veränderungen mit sich brachte. Die Infrastruktur musste aufgebaut werden, große Projekte wie Kanal und Wasserleitung mussten mit großem finanziellen Aufwand errichtet werde“, erinnerte sich Krippel, der damals Bürgermeister war. „Dank der großartigen Weitsicht der damaligen Gemeindemandatare hat sich die Gemeinde positiv entwickelt“, würdigte Amon die Verdienste der damaligen Mandatare.

Aber auch für die Zukunft gebe es - über die Gemeindegrenzen hinweg - Verbindungen zu schaffen, um Ressourcen gemeinsam zu nützen, gab Bürgermeister Gernot Hainzl die Richtung für die kommenden 50 Jahre vor. "Wir brauchen auch in Zukunft sowohl Leute, die anpacken, als auch kreative Visionäre“, meinte er bei der Aufstellung eines  Briefkastens, in dem die Bürger ihre Wünsche deponieren können.

Gemeinsam mit Landtagsabgeordneten Jürgen Maier und Claudia Steininger-Gurnhofer von der Bezirkshauptmannschaft Horn informierte Hainzl im Gespräch mit Franz Genner über die Herausforderung der Zusammenarbeit mit dem Land NÖ und der Bezirksverwaltungsbehörde. Eine Gemeinde brauche aber nicht nur finanzielle Unterstützung durch das Land, sondern auch jene der Bevölkerung, stellte Maier dabei fest. 

Rechtzeitig zum Jubiläum sei die Gemeinde nach der Überweisung der letzten Rate für den Bau der Volksschule auch "schuldenfrei", wie Hainzl, Vizebürgermeister Manfred Kopper und Geschäftsführender Gemeinderat Gerhard Jamy unter großem Applaus der anwesenden Gäste stolz berichteten. Außerdem besitze die Gemeinde eine Million Euro Barvermögen. Mit Augenzwinkern begründete Hainzl die gute finanzielle Lage seiner Gemeinde damit, dass es sich bewährt habe, dass „wir alle unsere Vorhaben zu einem Drittel selber zahlen und uns zwei Drittel zahlen lassen".

Die Leistungen und Errungenschaften der Gemeinde in den letzten 50 Jahren wurden nicht nur in einem Fotobuch, das durch die Fotografen Anton Polt, Gerhard Steininger und Anita Kopper illustriert wurde, sondern auch im Rahmen einer Sonderausstellung verewigt. Der Kirchenchor unter der Leitung von Andreas Gamerith umrahmte musikalisch den Festakt.