„Grün“ für das Film-Vergnügen?. Mondscheinkino soll vom 22. Juli bis 15. August zum 25. Mal stattfinden. Organisatoren sind zuversichtlich, dass es klappt.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 06. Mai 2021 (05:25)
Auf eine volle Kanzlerturmwiese vom 22. Juli bis 15. August hoffen die Verantwortlichen des Mondscheinkinos. 
Podolsky, MK

Gute Nachrichten für Kino-Fans: Die 25. Auflage des Mondscheinkinos in Eggenburg dürfte gesichert sein. „Wir wollen das durchziehen. Der Wille dazu ist vorhanden. In meinem Reisepass steht zwar, dass ich blauäugig bin – aber ich glaube, dass sich die Corona-Situation bis in den Sommer dank der Impfungen so entspannen wird, dass das auch realistisch ist“, geht „Mister Mondscheinkino“ Andreas Zeugswetter gewohnt positiv an die Jubiläumsauflage der Eggenburger Kult-Veranstaltung heran.

Sicherheit auch heuer oberste Priorität. Zwischen dem 22. Juli und 15. August sollen wieder zahlreiche Gäste auf die Kanzlerturmwiese gelockt werden. Für heuer erwartet man auch den 150.000sten Gast in der Mondscheinkino-Geschichte. „Das ist schon ein bemerkenswerter Meilenstein“, sagt Zeugswetter.

Arbeitet intensiv an der Planung: Andreas Zeugswetter.
NOEN

Jetzt gelte es, ähnlich wie im Vorjahr, ein passendes Sicherheitskonzept zu erarbeiten, denn die Sicherheit müsse oberste Priorität haben. Abwarten müsse man aber noch, welche Regeln dann im Sommer konkret gelten. Dass seine zahlreichen eifrigen Helfer nicht darum herum kommen werden, Test- oder Impfkontrollen durchzuführen, ist Zeugswetter klar. Er hoffe aber, dass zumindest nicht zu große Abstände zwischen den Gästen eingehalten werden müssen.

Durch die im Vorjahr geltenden Abstandsregeln habe man 2020 etwa um ein Drittel weniger Gäste als in den Jahren davor verzeichnet. „Und viel darunter sollte es dann nicht mehr sein“, zeigt er auf, dass auch die wirtschaftliche Seite nicht außer Acht gelassen werden darf. Dank der Unterstützungszusagen zahlreicher langjähriger Partner und Sponsoren sei er dahingehend aber zuversichtlich.

Gastrokonzept noch offen. Auch wenn man noch auf die endgültige Genehmigung der Veranstaltung seitens der Behörden warte, sei man schon daran, „alles zu tun, um das Mondscheinkino möglich zu machen“, sagt Zeugswetter. Offen sei aber auch noch, inwieweit es eine Bewirtung der Gäste geben darf. Angedacht ist es, die im Vorjahr bei vielen Gästen sehr beliebten Picknick-Körbe wieder anzubieten. „Wir wollen den Gästen aber so viel Normalität wie möglich bieten. Denn wir spüren, dass die Leute diese Normalität wieder brauchen.

Programm: Highlights aus 25 Jahren. Größere Sorgen als das Sicherheits- und Gastrokonzept macht Zeugswetter da schon das Besorgen der Filme. Nicht nur, dass es derzeit kaum neue Filme gebe, weil sich die Produzenten ihre Werke für die Zeit nach Corona – „wenn Kino wieder Kino sein kann“, wie Zeugswetter sagt – zurückhalten, sondern auch, weil zahlreiche Filmverleihe noch im „Lockdown-Modus“ sind.

Dennoch verspricht er ein ansprechendes Programm mit überwiegend europäischen Filmen, auch österreichische Produktionen wird es wieder geben. So soll es im Jubiläumsjahr des Mondscheinkinos auch eine Art Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre geben. Man wolle einige Highlights aus der Vergangenheit – etwa Ice Age I, Mama Mia I, Dr. Doolittle, Die Eiskönigin II – wieder bringen und „schauen, ob diese Filme auch heute noch funktionieren“, sagt Zeugswetter.

Auf alle Fälle werde er wieder auf einen ausgewogenen Genre-Mix achten und allen Altersklassen passende Filme bieten. Details zum Programm wolle man aber erst dann verraten, wenn die Bestätigungen seitens der Filmverleihe tatsächlich vorliegen.

Unterstützung seitens der Politik. „Ganz ehrlich: Für die Bevölkerung ist es lebensnotwendig, dass wieder Normalität einkehrt. Die Möglichkeit zur Unterhaltung gehört da einfach dazu“, sagt Stadtrat Stefan Jungwirth. Ein Jahr ohne Mondscheinkino wäre weder für die Stadt Eggenburg, noch für deren Bewohner und die vielen Gäste, die wegen dieser Veranstaltung in die Gemeinde kommen, gut. Er sei überzeugt, dass es dank des Einsatzes von Zeugswetter („Mit ihm steht und fällt diese Veranstaltung“) und seines Teams – aber auch dank der Helfer aus dem Tourismusbüro – auch heuer wieder ein Mondscheinkino geben wird: „Denn das gehört zu Eggenburg wie der Stephansdom zu Wien“, sagt Jungwirth.

Kultur-Stadträtin Margarete Jarmer ergänzt, dass das Team schon im Vorjahr gezeigt habe, dass man in der Lage ist, diese „überschaubare und planbare Veranstaltung auch unter diesen Umständen top umzusetzen“. Sie sei überzeugt, dass auch die Gäste – ähnlich wie im Vorjahr – durch ihre Disziplin zum Gelingen der Veranstaltung beitragen werden.