Hilfe für Traumaopfer. Zentrum gegründet | Psychosomatikzentrum Waldviertel erweiterte
im achten Bestandsjahr sein Angebot um eine wichtige Facette.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 11. März 2014 (23:59)
NOEN, Martin Kalchhauser
Hoher Besuch bei hochkarätigem Symposium, in dessen Rahmen das »Österreichische Zentrum für Trauma-Therapie« eröffnet wurde: PSZW-Direktor Andreas Remmel, Geschäftsführer Andreas Reifschneider, Bezirkshauptmann Johannes Kranner, Minister Wolfgang Brandstetter, Landesrat Karl Wilfing, ÖAK-Kammeramtsdirektor Johannes Zahrl, Landesrat Maurice Androsch und Bürgermeister Willi Jordan (von links).
Von Martin Kalchhauser

Schon bisher war das 2006 gegründete Psychosomatikzentrum Waldviertel (PSZW) in Eggenburg eine anerkannte Anlaufstelle für Menschen mit psychosomatischen Problemen. Die Gründung des „Österreichischen Zentrums für Traumatherapie“, die im Rahmen des Symposiums „Wege aus dem Leiden“ erfolgte, rückt die Einrichtung noch ein Stück mehr ins Zentrum.

Wie Klinik-Chef Andreas Remmel ausführte, sei die Thematik nach der Veröffentlichung der jüngsten Gewaltstudie aktuell wie nie. Opfer leiden zum Teil ihr Leben lang an den Folgen solcher Vorfälle.
 

NOEN, Martin Kalchhauser
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Kompetenter und verlässlicher Behandlungsrahmen

20 der 100 Eggenburger Betten werden nun für die Betreuung und Therapie von Gewaltopfern (mit seelischen Traumatisierungen und posttraumatischen Belastungsstörungen) reserviert: „Wir wollen hier betroffenen Patienten einen kompetenten und verlässlichen Behandlungsrahmen bieten.“

Bürgermeister Willi Jordan nützte den Besuch der Landesräte Karl Wilfing und Maurice Androsch sowie des Justizministers Wolfgang Brandstetter, um einmal mehr auf die Übernahme des Lindenhofareals der Stadt Wien durch das Land NÖ (auch für die Nutzung durch das PSZW) zu drängen. Die Fortführung des immer wieder zur Debatte stehenden physiotherapeutischen Angebots im PSZW sei ebenfalls wichtig: „Wir hoffen, das noch lange zu haben. Es ist sogar noch ausbaufähig!“