Betreuungseinrichtung: „Zeigen, wie wertvoll Kids sind“. Mit „Hörnchen-Nest“ hat Horn nun eine Betreuungseinrichtung für Kinder ab einem Jahr.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 18. Januar 2020 (10:25)
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Stadträtin Maria van Dyck, Bürgermeister Jürgen Maier und Leiterin Monika Bauer überzeugten sich gemeinsam mit den Kindern von der Kuschelecke im neuen Hörnchen-Nest.
Thomas Weikertschläger

1,2 Mio. Euro investierte die Stadt Horn in das neue „Hörnchen-Nest“ direkt hinter dem Kindergarten in der Karl-Scholz-Straße. Dass dieses Geld bestens in die Betreuung der Kleinsten in Horn investiert ist, davon konnten sich Interessierte beim Tag der offenen Tür am 17. Jänner überzeugen.

Dabei musste die offizielle Eröffnung der Tagesbetreuungseinrichtung für Kinder ab einem Jahr etwas nach hinten verschoben werden. Ein Wasserschaden, der noch vor Inbetriebnahme der Einrichtung aufgetreten war, machte es notwendig, den Einzug von September auf November zu verschieben. Als Ausweichquartier war damals rasch der Campus Horn gefunden worden.

Ehrengäste bei der Eröffnung: Abgeordneter Josef Wiesinger, Bezirkshauptmann Johannes Kranner, Stadträtin Maria van Dyck, Architekt Christoph Österreicher, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bürgermeister Jürgen Maier, Pfarrer Albert Groiß und Architkkt Reinhard Litschauer.
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Bei der Planung des Gebäudes, das nach rund einjähriger Bauzeit im Herbst fertiggestellt worden war, legte das Architekten-Duo Reinhard Litschauer und Christoph Österreicher Wert auf ein „offenes, fröhliches und sonniges Haus“, wie Bürgermeister Jürgen Maier meinte. Neben einem großen Bewegungsraum, der auch vom über einen Verbindungsgang erreichbaren Kindergarten genutzt werden kann, stehen Gruppenräume und modernste Sanitärräume für die Betreuung von bis zu 15 Kindern bis 2,5 Jahren zur Verfügung.

Betreuung auch für Kids aus anderen Gemeinden

Mit dem Hörnchen-Nest sei es gelungen, einen weiteren Baustein in der Kinderbetreuung nicht nur in der Stadt Horn, sondern im gesamten Bezirk zu errichten und damit eine Lücke zu schließen, sagte Maier. Mit den vier Kindergärten und der angebotenen Nachmittagsbetreuung in allen Schulen sei Horn nun top aufgestellt. „Möglich ist das, weil wir in diesen Einrichtungen hoch motivierte Mitarbeiter haben“, streute er den Pädagoginnen und Pädagogen Rosen. Als Standortvorteil für Gemeinden bezeichnete Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister Einrichtungen dieser Art. Damit könnten Kommunen auch zeigen, wie wertvoll Kinder für die Gesellschaft seien.

Angedacht ist, dass auch Kinder aus anderen Gemeinden – sofern Platz vorhanden ist und sich die betroffenen Gemeinden mit einem Kostenbeitrag beteiligen – hier betreut werden können. Interesse dafür sei bereits bekundet worden. Die Notwendigkeit einer Kleinstkinderbetreuung begründete Maier mit der Tatsache, dass immer mehr Mütter wieder früher in ihre Berufskarriere einsteigen müssen, um beruflich am Ball zu bleiben.

Die Segnung des Gebäudes, der Mitarbeiter rund um Leiterin Monika Bauer und die Kinder nahm dann Pfarrer Albert Groiß vor, als „Ministrant“ zeigte Elias Winkelhofer gleich, wie engagiert auch die Kids im neuen Hörnchen-Nest zu Werke gehen.