Gerichtsprozess: Freispruch nach Kasernen-Rauferei

Erstellt am 29. März 2022 | 09:10
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Kaserne Horn Radetzkykaserne Radetzky-Kaserne Symbolbild
Die Radetzky-Kaserne in Horn 
Foto: APA/Herbert Pfarrhofer
Clinch im Dezember in der Radetzky-Kaserne Horn hatte jetzt für zwei Garde-Grundwehrdiener ein gerichtliches Nachspiel.

Zu einem Polizei-Einsatz war es Anfang Dezember in der Kaserne Horn gekommen. Dafür verantwortlich: Zwei Grundwehrdiener der Garde, die sich in ihrer Unterkunft in die Haare geraten waren.

Die Schilderung darüber, wie es zu diesem Vorfall gekommen ist, gingen vor dem Horner Bezirksgericht freilich auseinander. Der Angeklagte – ein 20-jähriger aus Wien – gab an, seinen Kontrahenten, einen 18-jährigen Grazer – wegen eines Befehls, die Zimmerordnung aufrecht zu erhalten, zur tatkräftigen Mithilfe beim Aufräumen des Zimmers aufgefordert zu haben. Dabei habe ihn der 18-Jährige provoziert, dann sei es zu einem Gerangel gekommen. Der Grazer erzählte, dass ihn der 20-Jährige dabei mit dem Kopf gegen den Boden oder das Bett geschlagen habe. Außerdem habe ihn der Angeklagte verbal beschimpft, ihn etwa als Lügner bezeichnet. Beides stritt der Angeklagte ab.

Zeugen untermauern Version des Angeklagten

Als Zeugen waren die beiden weiteren Zimmerkollegen (beide 19) geladen. Sie bestätigten weitgehend die Version des Angeklagten. Der 18-jährige habe sich immer wieder nicht am Aufräumen des Zimmers beteiligt, man habe ihn immer wieder dazu auffordern müssen. Einen Schlag oder ein Zu-Boden-Drücken wollen sie nicht gesehen haben. Daraufhin räumte der 18-Jährige ein, dass seine Erinnerungen „verschwommen“ sein könnten.

Bezirksrichter Thomas Zach sprach den Angeklagten dann im Zweifel frei.