Schreibwerkstatt: Schreiben wie die Profis. Beginnende und Fortschrittene konzentrierten sich auf Romane, Drehbücher, Kurzgeschichten – und stellen diese vor.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 28. Juli 2020 (15:06)
Robert (2. v. l.), Jakob Kraner (r.) und Johanna Hieblinger (2. v. r.) organisierten die Schreibwerkstatt-Lesung mit Texten von Anna Weidenholz, Gustav Ernst und Robert Schindel (v. l.). Maja Osojnik (l.) performte.
Reininger

Die „Schreibwerkstatt-Waldviertel“ findet zweimal jährlich im Kunsthaus statt – und die Lesung der entstandenen Texte bildete das Grande Finale. Die elektronischen Klänge von Maja Osojnik eröffneten die Veranstaltung in der Vorwoche.

In ihren Kompositionen verbindet die Künstlerin alte und neue Musik sowie Elemente und Formen von Noise und Rock. Live ließ sie mit ihrer dunklen, eindrucksvollen Stimme Alltagsgeräusche hören. Die Lesung hatte in diesem Jahr mehrere Premieren.

Sie wurde coronabedingt erstmals ins Freie verlegt. Die schon lange in der Schreibwerkstatt unterrichtenden Autoren Anna Weidenholzer, Gustav Ernst und Robert Schindel lasen im Innenhof des Kunsthauses neue, noch unveröffentlichte Texte. Und erstmals entstanden in der Schreibwerkstatt nicht nur literarische Texte, sondern auch Drehbuch-Szenen.

Roman-Autorin Anna Weidenholzer las die Erzählung „Flachländer“. Gustav Ernst, der unter anderem den Roman „Grundlsee“ veröffentlicht hat, ist ein Meister des Dialoges und schilderte in seiner Erzählung das Gespräch zwischen zwei alten Bekannten. Robert Schindel, Romanautor, Lyriker und künstlerischer Leiter der Schreibwerkstatt, stellte „Genia und die lichte Zukunft“, einen im Entstehen begriffenen Roman, vor.

Die Schreibklasse für Kurzgeschichten bearbeitete literarische Beobachtungen im öffentlichen Raum. Die Drehbuchklasse las erste Filmszenen: Krankenschwestern, Ökoterroristen und eine jüdische Schauspielerin der 1940er sprachen darin zum Publikum. Die Romanklasse arbeitete an den Bausteinen eines Romans.

Termine: www.schreibwerkstatt.at