Sind Steine eine Gefahr?. FPÖ übt Kritik an der Umgestaltung von Verkehrsinseln im Horner Stadtgebiet. Stadtrat Manfred Daniel (ÖVP): „Wissen nichts von Beschwerden.“

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 04. März 2021 (03:58)
Sehen in den Steinen in einigen Horner Verkehrsinseln – hier in der Pragerstraße – Gefahren für die Verkehrssicherheit: Gemeinderat Klemens Kofler (FPÖ) und Ex- Verkehrsstadtrat Ronald Zöchmeister.
Reininger

Für Verärgerung bei der Horner FPÖ sorgt derzeit die vor zwei Jahren vorgenommene Umgestaltung von Verkehrsinseln im Horner Stadtgebiet. „Die sind jetzt mit faustgroßen Steinen befüllt, die immer wieder auf der Fahrbahn landen“, erzählt Gemeinderat Klemens Kofler. Abgesehen von der optischen Note der „Steinwüste“ sehen Kofler und der ehemalige Verkehrsstadtrat Ronald Zöchmeister darin ein Problem für die Verkehrssicherheit. Es hätten sich schon zahlreiche Radfahrer und Motorradfahrer gemeldet, die Bedenken wegen der Steine geäußert hätten. Im Falle eines Unfalls gehe es dann auch um die Haftungsfrage, meinen Kofler und Zöchmeister.

Verwundert zeigte sich über diese Aussagen Verkehrsstadtrat Manfred Daniel (ÖVP). Er wisse nichts von Beschwerden, meint aber, dass man sich – wenn es wirklich Bedenken oder Probleme gebe – die Sache anschauen werde. Die Umgestaltung der Verkehrsinseln sei damals deshalb erfolgt, weil man den großen und kostenintensiven Aufwand bezüglich Mähen der Grünflächen minimieren habe wollen.

Dass die Steine ohne Zutun aber aus den Inseln auf die Fahrbahn fallen, scheint für Daniel fragwürdig: „Wie soll das unter normalen Umständen passieren?“ Zudem sei das Problem seines Wissens nie im Ausschuss angesprochen worden, sagt Daniel. Laut Zöchmeister habe er noch als Stadtrat seine Bedenken geäußert, sei damals aber nicht gegen die „ÖVP-Mehrheit“ angekommen. Man solle die Inseln entweder wieder begrünen oder mit anderem Material – etwa wasserdurchlässigem Bitumen – füllen.