Kirchturm soll Uhrwerk erhalten

Bekommt der Turm der Altstadtkirche ein Uhrwerk und Zeiger? Einer Initiative eines Nachbarn des Gotteshauses folgt nun eine Prüfung der Möglichkeiten.
Vorhaben dürfte in Richtung 18.000 Euro gehen
Schon im Sommer hatte Lintner – die Familie des pensionierten Primars lebt der der Kirche benachbarten „Villa Marie“ – sein Anliegen, das Gotteshaus nach vielen Jahren wieder mit einem Uhrwerk und Zeigern zu versehen, formuliert.

Mit Erlaubnis des Pfarrers Berthold Stadler holte er einen Kostenvoranschlag ein, der sich auf knapp über 10.000 Euro beläuft. Zusammen mit nötigen begleitenden Arbeiten, unter anderem der Entfernung großer Mengen an Fledermaus-Kot, dürfte sich das Vorhaben aber Richtung 18.000 Euro bewegen.
„Ich hoffe, dass sich ein Weg finden lässt, die Arbeiten durchzuführen“, schrieb Lintner an die Diözese St. Pölten und Abt Michael Proházka.
„Das Anliegen muss vom Pfarrer in den Wirtschaftsrat des Stiftes Geras eingebracht werden“, erklärt Proházka. „Er ist da aber eher zurückhaltend, weil auch die Stadtpfarrkirche Drosendorf repariert werden muss. Daher ist es fraglich, ob das Anliegen vom Pfarrgemeinderat getragen wird.“
„Haben viele Sorgen, die dringender sind!“
Pfarrer Berthold Stadler reagierte verstimmt. Nur weil ein Einzelner das wolle, könne man nicht so viel Geld aufbringen. „Es gab zig Jahre keine funktionierende Turmuhr. Das berührt die Menschen nicht.“
Die Pfarre habe Sorgen, die dringender seien. „Wir müssen 170.000 Euro für das Kirchendach der Stadtpfarrkirche aufbringen!“ Als Pfarrer müsse er daher zum Ansinnen Lintners Nein sagen: „Woher das Geld nehmen? Das können wir uns nicht leisten!“
Zwischenzeitlich wurde Wirtschaftsdirektor Richard Hackl von Abt Michael beauftragt zu prüfen, wie das Vorhaben eventuell zu finanzieren sei. Die Sache ist in Bewegung …