Szene Waldviertel-Festivalleiter zieht Bilanz. Festivalleiter Stephan Rabl übers erreichte Ziel, über die Besucherzahlen und seine Idee für das Jahr 2020.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 16. August 2019 (04:45)
Martin Kalchhauser
Stephan Rabl ist zufrieden mit dem 2019er-Festival.

Festivalleiter Stephan Rabl ist zufrieden mit der „Szene Waldviertel“, die im Sommer vier Wochen hauptsächlich in Horn, Raabs, Gmünd und Irnfritz ablief. Er war sehr froh, dass der Auftritt von Philipp Hochmair mit seiner Produktion „Schiller Balladen Experiment“ trotz seiner kurzfristigen Erkrankung nicht endgültig abgesagt, sondern verschoben werden konnte.

Die neuen Ansätze schlugen sich vor allem in „Gmündopia“ und „Rock am Schrott“ nieder: „Wir haben schon gespürt, dass da zwei neue Publikumsfelder erschlossen werden konnten“, schildert Rabl. „Das war auch das Ziel“, sagte er. Das Szene Waldviertel-Festival vom 14. Juni bis 14. Juli verzeichnet insgesamt 5.812 Besucher bei 104 Veranstaltungen: von Theatervorstellungen über Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Führungen, Workshops bis hin zu architektonischen Installationen.

Die 56 Projekte gingen in Raabs, Gmünd, Horn, Groß Siegharts, Waidhofen, Waldreichs, Dobra und weiteren Orten im Waldviertel über die Bühne, auch in pädagogischen Einrichtungen. Ist das umfangreiche Programm in der Organisation nicht anstrengend?

Fortsetzung für Jugendkulturfest

„Ja, auf der einen Seite“, sagt der Festivalleiter lachend. „Das ist auch das Konzept, dass man sich auf andere Ort einstellen muss und ist auch eine intensive Arbeit“, führt er aus. „Aber das macht’s gleichzeitig auch reizvoll.“ Das Team könne auf Partner zurückgreifen, die das reibungslose Funktionieren mittragen; nur an manchen Stellen gebe es noch „einen gewissen Handlungsbedarf.“

„Schön ist auch, dass nicht nur Menschen aus der unmittelbaren Region kommen, sondern auch außerhalb bis nach Gmünd oder Irnfritz fahren“, freut das Rabl. 2020 will er dieselben Orte bespielen und auch das Jugendkulturfest „Rock am Schrott“ soll seine Fortsetzung finden. „Was stärker kommen könnte, ist die Thayatal-Runde mit einer eigenen Theateraufführung“, blickt er voraus. Das habe man sich schon für heuer vorgenommen, sei sich aber nicht mehr ausgegangen.

Was das große Thema sein wird, wird noch überlegt – und im September fixiert.