Saubere Straßen kosten viel Geld. Kehrmaschine hat 20 Jahre auf dem Buckel, neues Fahrzeug kostet 215.000 Euro.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 04. Juli 2019 (05:56)
Rupert Kornell
„So soll die neue Kehrmaschine aussehen, die im Frühjahr 2020 zum Einsatz kommen soll“, sagt Stadtrat Manfred Daniel.

„Das gute Stück hat über viele Jahre hervorragende Arbeit geleistet, aber die Zeit ist abgelaufen“, sagt Stadtrat Manfred Daniel zur Anschaffung einer neuen Kehrmaschine für die Stadtgemeinde, von der ca. 60 Straßenkilometer betreut werden. Der Gemeinderat votierte in der letzten Sitzung ohne Debatte und einstimmig dafür.

Es sei schon an der Zeit gewesen, sich um ein neues Gerät umzusehen, denn schließlich wurde die derzeitige Kehrmaschine vor fast genau 20 Jahren in Dienst gestellt. Seither hat sie 157.000 km zurückgelegt und weist rund 17.000 Betriebsstunden auf. „Die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung sind einfach nicht mehr zu vertreten und haben in den letzten Jahren jeweils etwa 6.000 Euro betragen“, begründet Daniel den Antrag. „Sie ist zwar nach wie vor im Einsatz und wird es sicher noch einige Monate sein, denn bis zur Auslieferung des neuen Fahrzeugs wird vor dem Frühjahr nicht zu rechnen sein.“

Einsatzmöglichkeiten auch bei „Nachbarn“

In den letzten Wochen wurde die Straße nach Doberndorf zur „Teststrecke“, mehrere Modelle verschiedener Hersteller wurden einer strengen Prüfung unterzogen, wobei auch der Fahrer (und Bauhof-Mitarbeiter) Alois Hochleitner maßgeblich beteiligt war. Neben der Handhabung wurde natürlich besonderes Augenmerk auf die Kehrleistung gelegt, die ist beim alten Auto nicht mehr die beste …

„Wir haben uns für das beste Gerät, das derzeit auf dem Markt ist entschieden“, weiß Daniel zu berichten. „Es ist ein MAN mit 320 PS und einem Aufbau der Firma Trilety mit einem Behältervolumen von 6,5 m³ und einem Wassertank mit 1.900 Liter. Der Kostenpunkt: 215.000 Euro ohne Steuer.“ Mit umliegenden Gemeinden hat man schon über eine finanzielle Beteiligung am Ankauf gesprochen, denn das Auto soll auch dort zum Einsatz kommen. Auch mit Firmen hat man wegen Werbeflächen auf dem Aufbau bereits Kontakt aufgenommen.