Regen: Direkt in den Bach

Straning erneuert einen Teil des Kanalnetzes: Das Oberflächen-Wasser soll Pumpstation und Kläranlage nicht unnötig belasten. Das ist der erste Bauabschnitt.

Karin Widhalm
Karin Widhalm Erstellt am 16. September 2021 | 05:04
Straning Regen: Direkt in den Bach
Bürgermeister Andreas Fleischl traf sich am Mittwoch der Vorwoche zur regelmäßig stattfindenden Baubesprechung mit Vertretern des Planungsbüro IUP und der ausführenden Baufirma Swietelsky.
Foto: Marktgemeinde Straning-Grafenberg

Ein Teil des Kanalnetzes wird gerade erneuert: Das Schmutzwasser wird künftig vom Regenwasser getrennt, dazu ist auf 300 Laufmetern eine Neuerrichtung auf der Limberger Straße notwendig. Das Oberflächenwasser soll nicht unnötig die Pumpstation und die Kläranlage in Röschitz belasten. „Es fließt stattdessen gleich in den Straninger Bach, der dort die Straße quert“, erklärt Bürgermeister Andreas Fleischl.

Der Kanal ist im betroffenen Abschnitt – von der Hausnummer 74 bis 195 – 50 Jahre alt, mit der Erneuerung werden behördliche Vorgaben erfüllt. Spürbar sei, dass die Pumpstation durchaus sehr gefordert werde: „Die Pumpen laufen auf 1.000, auch wenn’s gemütlich regnet“, erklärt der Bürgermeister. Die Erneuerung „ist eine Entlastung für die Pumpstation und für die Kläranlage.“

Die Röschitzer Abwasser-Einrichtung wird gerade erweitert. Straning hatte bis 2012 eine eigene Kläranlage beim Bauhof, dort befindet sich jetzt die Pumpstation. Die Erneuerung wird in drei Bauabschnitten umgesetzt: 1,5 Millionen Euro werden dafür investiert.

Zwei weitere Bau- Vorhaben folgen

Der erste Bauabschnitt ist jener, der derzeit auf der Limberger Straße umgesetzt wird. Die Gelegenheit wird genutzt, eine Leerverrohrung für Lichtwellenleiter – also Glasfaser – in den Boden zu verlegen. Die Leitungen für Strom und Gas bestehen bereits unter der Oberfläche. Die zweite Phase betrifft die Bahnsiedlung beim Sportplatz: 17 Häuser erhalten einen neuen Schmutzwasser-Kanal, außerdem soll eine Drucksteigerung für das Wasser erreicht werden; dahingehend habe es „immer Probleme gegeben“, so Fleischl. „Das wird eventuell im November beginnen, wenn wir mit der Limberger Straße fertig sind – oder eventuell parallel dazu. Das kommt auf die Firmen an.“

Der dritte Bereich sieht die Errichtung einer direkten, 250 Meter langen Wasserleitungsverbindung von Etzmannsdorf nach Straning vor. „Wenn Straning viel Wasser braucht, ist Etzmannsdorf drucklos“, beschreibt der Bürgermeister das Problem. Baustart wird „voraussichtlich im Frühjahr“ sein.

Gültigkeit hat gerade eine Sperre für die Straninger Ortsdurchfahrt im beschriebenen Abschnitt – bis Anfang November. Die Umleitung führt von der Grafenberger Kreuzung über Sitzendorf, Niederschleinz und Limberg (Bezirk Hollabrunn).