Wände, die „singen“: Kreatives Projekt in Eggenburg. Schüler der Musikmittelschule Eggenburg gestalteten mit Künstlerin Nora Dibowski interaktive Klangkunstwand.

Von Petra Hauk. Erstellt am 25. September 2020 (04:39)
Die Schüler und Schülerinnen der 3. Klasse vor der fast fertigen Klangkunstwand in der Aula der NMMS Eggenburg.
Petra Hauk

Ein ganz besonderes Projekt verwirklichten Schüler in der Neuen Musikmittelschule: Sie gestalteten in der Aula eine interaktive Klangkunstwand. Wie kam es dazu?

„Die Eggenburger Künstlerin Nora Dibowski kam im Herbst 2019 selbst zu mir in die Schule, denn sie hat von unserer weißen Wand gehört und dass ich jemanden suche, der mit unseren Schülerinnen kreativ arbeitet und die Wand gestaltet“, erzählt Direktorin Judith Grafinger. Dibowski habe ihr von der Klangwand erzählt und sie sei begeistert gewesen, denn eine Klangwand passe perfekt zur Musikmittelschule. Dann suchte man bei „culture connected“ für dieses Projekt an und erhielt eine Förderung.

„Wird eine der farbigen Formen berührt, entsteht ein ruhiger Klang. Berühren mehrere Personen die Klangformen oder wird eine langsame Auf-Ab-Bewegung mit der Hand ausgeführt, verschmelzen und vermischen sich die Töne zu einer einzigartigen Klangkomposition.“Künstlerin Nora Dibowski

Diese Klangwand kann eine ganze Menge, weiß Dibowski: „Wird eine der farbigen Formen berührt, entsteht ein ruhiger Klang. Berühren mehrere Personen die Klangformen oder wird eine langsame Auf-Ab-Bewegung mit der Hand ausgeführt, verschmelzen und vermischen sich die Töne zu einer einzigartigen Klangkomposition.“ Kinder können die Wand spielerisch erforschen und musikalische Erfahrungen machen.

In einem dreitägigen Workshop schritten die Schüler in der ersten Schulwoche unter der Anleitung von Dibowski, Simon Laburda und Christian Konrad Schroeder zur Tat.

Eigentlich wäre das Projekt schon vor einem halben Jahr geplant gewesen, erinnert sich Grafinger: „Leider mussten wir aufgrund des Lockdowns im März mit der Umsetzung warten. Eine Herausforderung bei der Umsetzung waren die Coronavorschriften, die wir als Schule haben. Alle Schülerinnen waren aber mit Begeisterung und Eifer dabei, vor allem als die Wand die ersten Töne von sich gab! Für mich als Leiterin ist dieses Projekt wieder eine Bestätigung dafür, dass Digitalisierung und Kreativität nichts Gegensätzliches ist, sondern durch das Zusammenspiel etwas Wunderbares, nämlich eine stumme Wand, die wie durch Zauber erklingt, entstehen kann!“