FF Geras: Neuer „Co“ für Wolfgang Riener. Stefan Heimberger folgt Alfred Reinagl als Geraser Kommandant-Stellvertreter. Riener bleibt weiter Chef der Wehr.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. Januar 2021 (03:01)
Einstimmig wurde Kommandant HBI Wolfgang Riener (M.) in seiner Funktion bestätigt, mit der Wahl von Stefan Heimberger (2.v.r.) als dessen Stellvertreter wurde mit der „Verjüngung“ der Wehr begonnen. Verwalter Rupert Tiller (2.v.l.) leitet auch in der nächsten Feuerwehrperiode den Verwaltungsdienst Feuerwehrkurator Benedikt Felsinger (l.) und Bürgermeister Johann Glück (r.) gratulierten zur Wahl.
Reininger

Im Geraser Feuerwehrhaus fand unter Wahlleiter Bürgermeister Johann Glück die Wahl des Kommandos der Freiwilligen Feuerwehr Geras für die neue Funktionsperiode statt. 70 Prozent der Wahlberechtigten stimmten mittels Wahlzettel unter Einhaltung der Coronaregeln ab – und votierten einstimmig für Kommandant Wolfgang Riener, der in seiner Funktion bestätigt wurde. Zu Rieners Stellvertreter wählten die Wehrmänner Stefan Heimberger mit 52 Stimmen (bei einer ungültigen). Er folgt damit Alfred Reinagl nach, der in die zweite Reihe tritt. Zum Verwalter bestellte der neu gewählte Kommandant wieder Rupert Tiller, der mittlerweile mehr als 30 Jahre als Verwalter der FF Geras tätig ist.

92 Einsätze: Feuerwehr nicht im Lockdown. Das Jahr 2020 sei ein Jahr gewesen, „wie wir es noch nie erlebt haben – mit persönlichen Einschränkungen, einem Terroranschlag und Wetterkapriolen, die uns der Klimawandel beschert“, sagte Kommandant Riener. Das „Feuerwehrjahr mit Abstand“ habe der Wehr sehr viel abverlangt, denn: „Die Einsatztätigkeit war nicht im Lockdown“, berichtete Riener. Mit 92 Einsätzen (3 Brand-, 78 Technische Einsätze und 11 TUS Alarme) und 767 geleisteten Einsatzstunden gehört das Jahr 2020 nicht zu den ruhigsten Jahren der Geraser Silberhelme.

„2020 war ein Jahr, wie wir es noch nie erlebt haben –mit Pandemie, Terroranschlag und Wetterkapriolen.“ Der Geraser Kommandant Wolfgang Riener

Trotz des fordernden Jahres führten die Wehrmänner vier Übungen durch. Weiters wurden, unter Einhaltung der geltenden Covid-19-Maßnahmen Lehrgänge von Jürgen Glück, Stefan Heimberger, Martin Kraftl, Wolfgang Riener, Lorenz Schleinzer, Lukas Tiller, Gabriel Waller, Thomas Stefal und Rupert Tiller besucht.

Zudem sei 2020 auch „ein Jahr der großen Herausforderungen in Sachen Geldmittel“ gewesen, sagte Riener. Der Ausfall der Veranstaltungen habe zwangsläufig auch keine Einnahmen mit sich gebracht, betonte der Kommandant.

Geras Schwerpunkt bei Waldbrandbekämpfung. Für Riener selbst brachte 2020 wie die NÖN berichtete auch eine weitere Änderung mit sich. Er wurde im Rahmen des 122. Landesfeuerwehrtages als Zugskommandant des Sonderdienstes „Waldbrand“ für den Zug Nord (Waldviertel) ernannt. Der neue Sonderdienst wurde vom NÖ Landesfeuerwehrverband ins Leben gerufen, weil es aufgrund der steigenden Temperaturen in Folge des Klimawandels auch in NÖ vermehrt zu Wald- und Flurbränden kommt. Noch vor dem ersten Lockdown nahm Riener am zweiten Ausbildungsturnus zur Waldbrandausbildung in Portugal teil. In der ersten Beschaffungswelle werden für jedes Viertel zwei „HLF2-Waldbrand“ und zwei „Pickup-Waldbrand“ angeschafft. Der Feuerwehrbezirk Horn hat sich um die Stationierung eines Pickups beworben. Der Feuerwehrrat hat einstimmig beschlossen das Fahrzeug in Geras zu stationieren, es soll im zweiten Halbjahr 2021 ausgeliefert werden. Der Geraser Wehr und der Stadtgemeinde Geras entstehen dadurch keine Kosten, da das Fahrzeug zu 100 Prozent durch den NÖ Landesfeuerwehrverband finanziert wird. Mit Stefan Heimberger, Jürgen Glück, Martin Kraftl und Martin Böhm (Kraftfahrer) stellt die FF Geras auch die Besatzung dieses Fahrzeugs aus den eigenen Reihen. Mit der speziellen Waldbrand-Ausbildung wurde im Herbst begonnen.