Bezirksbauern-Spitzentrio von Horn wurde wieder Gewählt. Bezirksbauern-Vertretung will künftig Klimaanpassung in Vordergrund rücken.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 06. Juni 2020 (18:09)
Nach der konstituierenden Sitzung der BBK Horn: Obmann-Stellvertreter Stefan Schlegel, Obmann Herbert Hofer, Bezirksbäuerin Andrea Zehetbauer, Vizepräsident Lorenz Mayr, Kammersekretär Leopold Weiß und Obmann-Stellvertreter Hannes Zeitelberger.
LK NÖ/ Lorenz Mayr

Die Etablierung von Maßnahmen zur Klimaanpassung, den Schutz von Pflanzen sowie die Sicherung der Versorgung und die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Tierhaltung – das sind laut dem „alten und neuen“ Bezirksbauernkammer-Obmann Herbert Hofer die wichtigsten Punkte, für die er gemeinsam mit seinem Team in der kommenden Funktionsperiode der Bezirksbauernkammer (BBK) kämpfen will. Das sagte Hofer bei der konstituierenden Vollversammlung der BBK, die in Mold über die Bühne ging.

Nach dem großen Erfolg des Bauernbundes bei der Landwirtschaftskammerwahl am 1. März (die NÖN berichtete) stellt der Bauernbund auch künftig mit Stefan Schlegl und Hannes Zeitelberger auch die beiden Stellvertreter Hofers, der in Röhrawiesen einen gemischten land- und forstwirtschaftlichen Bio-Betrieb bewirtschaftet. In seiner Ansprache bedankte er sich auch bei allen Funktionären und Funktionären für ihren unermüdlichen Einsatz.

 „Wasser vor Ort halten und nicht ableiten“

 Es sei die gemeinsame Aufgabe und Verantwortung seines Teams, „Bäuerinnen und Bauern den Rücken zu stärken, Perspektiven zu schaffen, dafür zu kämpfen, dass es klare Rahmenbedingungen für die Zukunft gibt und dort unter die Arme zu greifen, wo Unterstützung benötigt wird“, sagte Hofer.

Um den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, brauche es neue Ansätze in der Wirtschaftsweise, kleinregionale Lösungen und öffentliche Anstrengungen. Hofer bekräftigte seine Forderung nach einem nachhaltigeren Umgang mit Wasser: „Um eine flächendeckende Bewirtschaftung zu erhalten, muss Wasser vor Ort gehalten werden und nicht innerhalb kurzer Zeit abgeführt werden.“

Auch moderner und nachhaltiger Pflanzen- und Bodenschutz müsse großes Ziel der Landwirtschaft sein. Im Bereich der Tierhaltung müsse es vergleichbare Rahmenbedingungen auf den Märkten in Bezug auf Tierwohlstandards und eine faire Abgeltung über den Produktpreis geben.