Nur attraktiv sein reicht nicht. Über die jüngsten zwei Niederlagen des SV Horn.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 02. Oktober 2019 (00:55)

Eine total verpatzte Woche hat der SV Horn hinter sich. Zuerst der lustlose Auftritt inklusive Cup-Aus bei Regionalligist Gurten, danach die 2:4-Heimpleite gegen Lustenau. Wobei Horn am Freitag wieder um Klassen stärker spielte, als in Gurten, Lustenau aber eindrucksvoll bewies, warum man vor Saisonbeginn zu den absoluten Top-Favoriten gezählt wurde. Vor allem die Achse Morys-Mayer-Ronivaldo bekam die abermals nicht sattelfest agierende Horner Defensive nie in den Griff. Hier wurden Horns Schwächen gnadenlos aufgezeigt.

Positiv: Horn ließ sich trotz Rückstandes nie hängen, versuchte, offensiv Impulse zu setzen. Allein diese Spielweise lockt auch wieder die Zuschauer ins Stadion. 1.200 waren es gegen Lustenau – damit der beste Wert seit Mai 2018, als Horn vor 1.250 Fans gegen Ebreichsdorf um den Regionalliga-Titel spielte. Dieses Interesse kann schnell wieder abnehmen, wie Horn in den vorigen Jahren leidvoll erfahren musste. Daher wird‘s am Ende nicht reichen, attraktiv zu spielen, sondern müssen Siege her. Das aber nicht nur für die Zuschauer, sondern vor allem für die Tabelle. Denn so schnell Horn am vorigen Spieltag Zweiter war, so schnell kann‘s in die andere Richtung gehen. Gibt‘s keine Punkte heißt‘s plötzlich Abstiegskampf statt Titelrennen.