Tage der offenen Tür. Über Horns andauerndes Defensiv-Problem.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 09. Oktober 2019 (01:48)

Konnte Horns 2:4-Niederlage gegen Lustenau noch unter „Niederlage gegen einen Titelkandidaten“ eingeordnet werden, fällt das 2:4 gegen Blau-Weiß Linz deutlich ernüchternder aus. Umso mehr, da Horn den Gegner eigentlich 90 Minuten lang dominierte, beim „Tag der offenen Tür“ aus vier Linzer Angriffen aber gleich vier Treffer kassierte.

Dabei sollte gerade die Abwehr Horns Prunkstück sein. Mit Thomas Salamon, Florian Sittsam und Philipp Siegl kamen drei gestandene Bundesliga-Kicker, dazu Lukas Malicsek, der zum Stamm des U21-Nationalteams gehört. Die Qualität wäre also da. Das unterstrich auch Außenverteidiger Jürgen Bauer, der gegen Linz in Halbzeit eins einen Angriff nach dem nächsten einleitete.

Und dennoch scheppert’s, wenn der Gegner mal nach vor kommt. Warum? Der neue Stil, den sich Horn mit Offensivfußball selbst verpasste, hemmt offensichtlich die Defensive. Die stürmt von Beginn an mit, vergisst dann zeitweilig ihre Kernaufgaben, oder steht eben schlecht in der Rückwärtsbewegung. Hier ist Trainer Markus Karner gefordert, der die durchaus individuelle Klasse der Defensivspezialisten zu einem gesamtheitlichen Bollwerk gießen muss. Das braucht‘s, damit sich Horn in der vorderen Tabellenhälfte halten kann.