Das G’spür für Gäste als Rezept. Hofft auf keine unendliche Öhlknechthof-Geschichte.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 10. Juli 2019 (05:00)

Jeder, der ein Wirtshaus oder Restaurant aufsucht, geht mit einer Meinung über Küche, Service und Ambiente nach Hause. Man ist ja schließlich Experte. Und die Meinungsbildung ist gleichermaßen recht schnell bei der Hand, wenn ein Gastronom gescheitert ist.

Genau ein Jahr war Kevin Rohringer im Öhlknechthof aktiv, bevor er das Handtuch warf. Er hat 2018 das Restaurant mit Hotel als sein „Baby“ bezeichnet und als Langzeitprojekt gesehen. Er ist nicht der erste Betreiber, der Türen schließen muss. Die früher so große Zahl an Wirtshäusern ist geschrumpft. Jene, die übrig bleiben, müssen mit Fleiß und Innovation aufzeigen – und selbst das ist nicht immer von Erfolg gekrönt.

Bei allem Einsatz braucht es nämlich auch das G’spür für die Gäste: Man muss wissen, was sie wollen. Nur so wird verhindert, dass eine unendliche Geschichte zu rollen beginnt, wo ein Pächter dem anderen über kurze Zeit hinweg die Klinke in die Hand gibt.