Was als Hohn empfunden wird. Über die Post-Schließung und eine regionale Stärkung.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:12)

Der Nahversorger in Geras hat trotz derzeitiger Schließung immerhin die Aussicht, dass im Herbst mit einem neuen Betreiber durchgestartet werden kann. Eines lässt sich aber nicht von der Hand weisen: Die kleinen Städte tun sich schwer, eine solide Infrastruktur aufrecht erhalten zu können.

Das jüngste Beispiel betrifft Eggenburg, wo die Post ihre Pforten schließen wird. NÖN-Leser nehmen das der Aktiengesellschaft sehr übel, die gerade laufende Suche nach einem Postpartner ist für sie ein schwacher Trost. Die Rede ist davon, dass eine Gewinnoptimierungsstrategie auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werde. Ausgerechnet der Post-Generaldirektor will mit einem Landpaket, geschnürt mit dem Bund, die Region fördern: Das wird als Hohn empfunden.

Natürlich: Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens sichert seine Existenz ab. Eine Botschaft zur Stärkung der ländlichen Region darf aber nicht zu einem Lippenbekenntnis verkommen.