"Konzert im Wohnzimmer". Auch an der W.A. Mozart Musikschule Horn, wurde aufgrund von „Covid 19“ auf „Online-Unterricht“ umgestellt, mit einem „Konzert im Wohnzimmer“ setzten Pädagogen und Schüler zudem ein Zeichen der Solidarität in der Krise.

Von Red. Horn. Erstellt am 06. April 2020 (11:23)

Die 35 Pädagogen sind im „Home Office“ und unterrichten von zu Hause, wie Musikschulleiter Harald Schuh berichtete. Es werden Aufgabenstellungen, Übetipps und Notenmaterial an die Schüler gesendet sowie mit Tondateien oder Videos das Geübte wieder retour übermittelt. Zusätzlich werden Musikstunden über Videotelefonie und Skype abgehalten. „Eine neue Form des Unterrichts an die sich alle erst gewöhnen mussten“ sagte Schuh. Schüler und Lehrer seien aber mit großem Engagement bei der Sache, der Unterricht laufe gut.

Für viele Musikschüler sei es auch ein guter Ausgleich zum momentanen Alltag. „Einige blühen sogar richtig auf, wenn sie das Instrument in der Hand haben und musizieren noch intensiver als sonst“, freute sich Schuh. Auch für Musikalische Früherziehung, Musikgarten und Tanz werden Gesamtkonzepte für die Eltern zusammengestellt. Aufgabenstellungen, Tänze, Spiele und Links zu Liedern werden versandt, aber auch Videos der Lehrkräfte mit Tanz-Choreografien, Vortanzsequenzen, Bastelanleitungen, Instrumentalunterricht und Instrumentenpflege werden speziell für Themen gedreht. „Ein großer Dank gebührt auch den Lehrkräften, die mit ihrem privaten Equipment und tollem Engagement unsere rund 1.100 Schüler betreuen“, lobte Schuh.

„Online-Klassenabend“ bereits in Planung

Das Konzert im Wohnzimmer“ ging dann am vergangenen Freitag um 18 Uhr über zahlreiche Bühnen. Die Schüler trugen daheim ihren Familien ihre Lieblingsstücke vor – und brachten so etwas Abwechslung in den Alltag. „Wir waren überwältigt, wie viele unserer Schüler sich an der Aktion beteiligt haben“, zeigte sich Schuh über die zahlreichen in der Musikschule eintrudelnden „Beweisfotos“ erfreut.

Angedacht sind übrigens schon weitere Aktionen. So soll es etwa Interviews mit Schülern, wie sie die derzeitige Situation erleben, oder auch – sobald technisch möglich – „online-Klassenabende“ geben.