Drei Tenöre trabten zu "Cotton Eye Joe". Wenn wilde Schaukelpferdponys durch den Lindenhofsaal zu Klängen von „Cotton Eye Joe“ traben, dann entführen uns die drei Eggenburger Tenöre auf eine musikalische Reise.

Von Elisabeth Stangl. Erstellt am 22. Oktober 2019 (15:24)

Alpenländische Jodler und sehnsuchtsvolle Klänge nach dem Meer gehören genauso zum Repertoire der drei Musiker wie Franz Schuberts Lindenbaum oder Reinhard Meys „Über den Wolken“. Vielfältig und wandelbar: So präsentierten sich die drei Eggenburger Tenöre am vergangenen Wochenende im zweimal ausverkauften Lindenhofsaaal.  

Durch den Abend führte „Ferdinand Kickingers Oma“ mit weisen, bodenständigen Sprüchen und humorvollen, tiefgründigen Aussagen, in deren Rolle kein geringerer als Ferdinand himself schlüpfte und sich nebst gewohnt wunderbaren Gesangseinlagen auch noch um die Tonregie kümmerte. Für einen Großteil der musikalischen Arrangements zeichnete er ebenfalls verantwortlich.

Bühnenstars, wie die leider viel zu früh verstorbene, unvergessliche Soul- und Popdiva Whitney Houston schienen aufzuleben, als Elke Salomon ihr musikalisches Versprechen „I will always love you“ aus dem Film "Bodyguard" schmetterte und Frank Sinatra alias Klaus Dachsberger sein Lebensbekenntnis „My way“ sang. Andi Weiser machte seine Liebeserklärung konkreter und widmete Udo Jürgens „17 Jahr, blondes Haar …“ charmant seiner eigenen Frau.

Niemand geringer als Margit Fussi, die seit 1969 als Solokorrepetitorin an der Uni Wien für Musik und darstellende Kunst arbeitet, als Solistin, Liedbegleiterin, Organistin und Cembalistin in Europa und Übersee tätig ist, begleitete die drei Tenöre virtuos am E-Piano.

So manches kleine technische Hoppala verlieh dem Abend eine authentisch-charmante Note, über die das Publikum augenzwinkernd hinweglächelte!
Fazit: Bleibt nur zu hoffen, dass die Drei ihr Können nicht allzu lange vorenthalten, alles andere wäre eine „wahre Enttäuschung“.