Allegro Vivo: Für Abstand ist gesorgt. Sicherheit für alle hat beim Kammermusikfestival Allegro Vivo oberste Priorität, „personifizierte“ Karten gibt es nur online.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 23. Juli 2020 (05:34)
Multitalent Roland Batik, geboren 1951 in Wien, verbindet Tradition und Moderne ebenso wie Klassik und Jazz. Er sieht sich selbst als Pianist, der auch komponiert.
Christian Prenner

In zweieinhalb Wochen startet die Konzertsaison des Kammermusikfestivals Allegro Vivo im 42. Jahr ihres Bestehens coronabedingt mit gekürztem Programm und einer reduzierten Zahl von Spielorten. Auftakt ist wie immer im Stift Altenburg, Konzerte unter anderem in Horn, Waidhofen, Ziersdorf und Stift Göttweig folgen.

Mit der Geige in der Hand ist Festivalleiter Vahid Khadem-Missagh mit der Academia Allegro Vivo am Eröffnungswochenende am 8. und 9. August in der Altenburger Stiftsbibliothek zu erleben. Auf dem Programm stehen Beethovens „Kreutzer-Sonate“ (in einer neuen Version für Violine und Streicher) und das „Divertimento in Six Parts for Violin, Piano and Strings“, die Uraufführung eines Auftragswerkes von Roland Batik, der als Schüler Friedrich Guldas die große österreichische Musiktradition fortsetzt.

Konzerte dauern – ohne Pause – nur 60 Minuten

Für dieses und für alle anderen Konzerte (Termine auf www.allegro-vivo.at) haben Khadem-Missagh und Geschäftsführer Nikolaus Straka ein umfangreiches, wohl durchdachtes Sicherheitskonzept ausgearbeitet, das mit der Landessanitätsbehörde und der Bezirkshauptmannschaft Horn abgesprochen ist. „Denn“, so Straka, „die Gesundheit aller Konzertgäste, Künstler und Mitarbeiter hat höchste Priorität.“

Geschäftsführer Nikolaus Straka hat ein umfangreiches Sicherheitspaket ausgearbeitet.
Dieter Schewig

So sind etwa Karten nur online erhältlich, die Plätze den jeweiligen Besuchern sowohl im Freien, im Hof des Kunsthauses, als auch beispielsweise in der Stiftsbibliothek, dem Kunsthaus oder dem Vereinshaus Horn exakt zugeordnet. Die Dauer der Konzerte beträgt ungefähr 60 Minuten, gespielt wird ohne Pause. Besondere Regelungen betreffen das Betreten und Verlassen der Altenburger Bibliothek, weil dort der Eingang relativ eng ist. „Wir teilen die Besucher in Gruppen und lassen zuerst die vorderen Reihen ein, nach Ende des Konzerts gehen zuerst die in den hinteren Reihen“, erklärt Straka. Zum und vom Sitzplatz – der Abstand wird in alle Richtungen eingehalten – müssen die Besucher überall Masken tragen.

Besondere Regeln gelten für die Teilnehmer der Sommerakademie. Sie werden in den großen Räumen des Kunsthauses jeweils 45 Minuten unterrichtet, 15 Minuten werden die Zimmer gelüftet und desinfiziert.