Zwölf Fahnen für Eggenburg

Erstellt am 30. September 2022 | 04:30
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Viel Herz und Kreativität steckte das Künstlerduo „Confluier“ Bruno Pisek und Denisa Angheluta (2. und 3. von links) in das Fahnenprojekt, das nun die Stadt schmückt. Begeistert von den handgemachten Fahnen zeigten sich die Gemeinderätinnen Birgit Rupp, Margit Koch sowie Regine und Harald Willenig und Gemeinderat Hans Siedler (von links).
Foto: Irene Tutschek
Das Künstlerduo „Confluier“ verschönert mit Kunst-Projekt sechs Wochen die Stadt.

Fahnen, die auf einen Blick erkennbar sind, aber zum Stehenbleiben und Nachdenken anregen. Das Künstlerduo „Confluier“ bestehend aus Bruno Pisek und Denisa Angheluta lernte Eggenburg kennen und verliebte sich ein Stück weit in die mittelalterliche Stadt und ihre Geschichte. 14 Mal kamen sie aus Wien, um Eggenburg und die Einwohner besser kennenzulernen.

Aus diesen Informationen und den Eindrücken, die sie selbst bei ihren Besuchen gesammelt haben, begannen die Künstler Fahnen zu entwerfen. „Wir wollen Kunst und Poesie ineinanderfließen lassen“, erklärt Pisek. „Gerade die Geschichte des Handwerks, das es früher hier gegeben hat und wohin zum Beispiel die (industrielle) Schuhproduktion ausgewandert ist, wird auf einer Fahne dargestellt und zu lesen sein.“

Viel Kopf, Herz und Handarbeit steckt in den Fahnen. Dabei wurde in den sieben Monaten auf jedes kleinste Detail geachtet und sogar die Knöpfe wurden aus Holz selbst hergestellt. Für die Schrift wurde jeder Buchstabe einzeln per Hand hergestellt und gedruckt. „Es wurde alles mit der Hand gemacht – genäht, gemalt, bedruckt. Dabei hatten wir sehr viel Respekt vor den Materialien“, schildert Angheluta: „Manchmal wusste ich nicht ob ich die Fahne fertig mache oder die Fahne mich fertigmacht. Es war ein aufwendiges Projekt.“

Das Herzstück – „die Baumfahne“ – ist gleich im Eingangsbereich des Krahuletz-Museums zu besichtigen. „Hier sieht man auf der einen Seite den Sommerbaum und auf der anderen Seite den Herbstbaum“, beschreibt Angheluta ihre Fahne. „Es ist eine Fadenmalerei mit Garn in Form einer Stickerei. Fünf Wochen habe ich dafür gebraucht und es ist ein Wunder, dass die Baumfahne fertig geworden ist.“ Die Fahnen werden noch etwa sechs Wochen die Stadt schmücken. Neun Stück wurden am Hauptplatz verteilt aufgehängt, zwei in der Pulkauer-straße und die Baumfahne ist im Krahuletz-Museum zu besichtigen.