Fernwärme: Jugend rückt nach

Die Genossenschaft verjüngt sich. Die Bilanz weist ein Minus auf, erwartet wird aber eine positive Entwicklung.

Karin Widhalm
Karin Widhalm Erstellt am 17. September 2021 | 05:17

„Eine Periode wird noch gehen“, sagt Franz Reiss, nachdem er in seiner Funktion als Obmann in der Fernwärmegenossenschaft (FWG) bestätigt wurde. „Wir kommen alle in ein reifes Alter“, hat er die Zukunft im Blick. Sieben junge Männer hat die FWG zuletzt als Mitglieder gewinnen können, einige übernehmen Funktionen.

Thomas Wurst hat das Gremium verlassen, ihm folgt Christopher Köppl nach. Der bisherige dreiköpfige Aufsichtsrat erhielt mit Florian Kühlmayer, Rainer Reiß-Wurst und Johannes Riedl Verstärkung. „Schön langsam übergeben wir an die Jugend. Frische, junge Kräfte sind unser Kapital“, ist Reiss überzeugt – und stolz auf die Verjüngung.

„Es wird bei uns echt hart diskutiert, aber mir gefällt die Pluralität. Das zeichnet Kameradschaft aus“, beschreibt Reiss das Team. Die Wahl des Vorstandes und Aufsichtsrates erfolgte durch die Bank einstimmig. Buchhalter Günter Kaufmann hatte zuvor gleich zwei Jahresabschlüsse zu präsentieren: Die Generalversammlung fiel im Vorjahr coronabedingt aus.

Das Anlagevermögen hat sich erhöht, weil Neuinvestitionen für einen neuen Heizkessel (wir berichteten) und den Leitungsnetz-Ausbau getätigt wurden. Der seit Jahren erwirtschaftete positive Bilanzgewinn (2018/19: plus 57.000 Euro) ist im Vorjahr auf minus 56.000 Euro runtergerasselt. Kaufmann ist nicht beunruhigt: „Ich traue mir sagen, dass wir 2020/21 wieder in der Gewinnphase sein werden.“

Revision ist zufrieden mit Langauer FWG

Karl Dietrich-Sprung las den Bericht des Raiffeisen Revisionsverbandes NÖ-Wien vor, der die Jahresbuchhaltungen der zwei Perioden überprüfte. Die FWG sei ein „gesundes Unternehmen“, wirtschafte zufriedenstellend und die Revision erwarte eine weitere positive Entwicklung der Genossenschaft.

Die FWG ist gerade dabei, ein Photovoltaikanlagen-Projekt zu planen: Das Lagerhallen-Dach kommt dafür allerdings nicht infrage, weil die Statik dafür nicht gegeben ist. Bodenflächen sollen herangezogen werden, ein Pufferspeicher ist angedacht. Leo Riebenwein, der mit seinem „Büro für Erneuerbare Energie“ schon die Fernwärme-Errichtung begleitet hat, arbeitet das Klimafondsprojekt aus.

„Wir werden sehen, ob wir’s durchbringen und daheben“, erklärt Reiss. Vizebürgermeister Dietrich-Sprung würdigte noch die Arbeit des Obmanns: „Danke, dass du dich für die Fernwärme einsetzt und immer neue Ideen und Gedanken hast.“