Einsatz am Limit für Rotes Kreuz Horn. Das Rote Kreuz Horn musste 2019 um 66.000 Kilometer mehr zurücklegen als 2018 – daher müssen fünf neue Fahrzeuge her.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 21. Januar 2020 (10:23)
Bezirksstellen-Geschäftsführer Martin Amon, Bezirks-Kommandant Harald Dworak und Notarzt Michael Rosner hatten 2019 alle Hände voll zu tun.
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Mehr Einsätze, mehr zurückgelegte Kilometer, mehr Notarzteinsätze – dafür aber weniger Personen, die an Blutspende-Aktionen teilgenommen haben. Das sind die Eckpunkte der Bilanz 2019 der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Horn.

„Ja, es war ein intensives Jahr“, blickt Bezirksstellen-Geschäftsführer Martin Amon zurück. Was dem Roten Kreuz besonders zu schaffen macht, ist die steigende Kilometerleistung, die mit den insgesamt 19 Einsatzfahrzeugen zurückgelegt werden müssen – im Vorjahr um 65.571 mehr als 2018. „Einzelne Fahrzeuge legen bis zu 60.000 bis 70.000 Kilometer zurück. Jährlich brauchen wir drei bis vier neue Fahrzeuge, 2020 werden es sogar fünf sein“, erzählt Amon.

Rettungssanitäter-Kurs startet im September

Dabei seien sogar die Autohändler oft überrascht, welche Kilometerleistungen den Einsatzfahrzeugen abverlangt werden. Dies ergebe sich besonders aufgrund der steigenden Zahl an Krankentransporten, sagt Amon. Die Patienten würden aus Kostengründen immer häufiger nicht stationär in den Spitälern aufgenommen – und müssen dann vom Roten Kreuz nach Hause transportiert werden.

Leicht rückläufig ist hingegen die Zahl der Blutspender. Man könne da nur an die Bevölkerung appellieren, sich in Erinnerung zu rufen, dass jeder selbst in die Lage kommen könnte, Blutkonserven zu benötigen, sagt Amon. Ohnehin ist das Rote Kreuz immer auch auf der Suche nach Personen, die als ehrenamtliche Rettungssanitäter mithelfen. Für Interessierte startet heuer im September wieder ein Kurs, der 100 theoretische und 160 praktische Stunden umfasst. Anmeldungen dafür sind bereits jetzt möglich.

Häufig wird das Rote Kreuz in Horn mit Anfragen zu den neuen Rufhilfegeräten konfrontiert. Die neue Generation dieser Geräte ist GPS ausgestattet. War es früher nur möglich, Träger dieser Geräte in Haus und Garten zu finden, können sie nun etwa auch dann geortet werden, wenn sie bei Spaziergängen im Wald zu Sturz kommen. Ebenfalls gut ankommen laut Amon die „Rettungs-Dosen“, in denen man Informationen über seinen Gesundheitszustand hinterlegen kann. „Wenn es zu einem Notarzteinsatz kommt und die betreffende Person ist nicht mehr ansprechbar, finden unsere Leute darin etwa die Info, welche Medikamente die Person nimmt“, erklärt Amon.