Opfer entpuppte sich als Aggressor. Lokalbesuch in Gars endete für einen Weinviertler mit Blessuren und einem Strafprozess.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 08. Juli 2020 (05:55)
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Vier Angeklagte, die alle ihre Unschuld beteuerten, erforderten beim Prozess ein umfangreiches Beweisverfahren: Am 17. August vergangenen Jahres kam es in den Morgenstunden zwischen einigen Gästen vor einem Lokal in Gars zu einer handfesten Auseinandersetzung.

Drei der Beschuldigten, ein Garser Brüderpaar (26- und 29-jährig) und ein 26-jähriger Kamptaler präsentierten den vierten im Bunde auf der Anklagebank, einen Weinviertler (27) aus dem Bezirk Hollabrunn, als Hauptaggressor. Der habe schon im Lokal gestänkert und geschimpft, draußen habe er dann den Garser (29) attackiert und dessen Bruder habe schlichtend eingegriffen. Dabei sei es zu einem Gerangel gekommen, das mit einigen Blessuren geendet habe, schildert das Trio.

Anders die Version des Weinviertlers: „Fünf sind auf mich losgegangen und haben mich geschlagen und getreten.“

Zeugen bestätigten die Version des Trios und somit endeten deren Verfahren mit Freisprüchen. Der Weinviertler wurde wegen Körperverletzung an dem Garser (29) zu einem Jahr bedingt verurteilt und muss ihm 500 Schmerzensgeld zahlen.