22-Jähriger nach Alko-Fahrt: „Tut mir extrem leid“. 22-Jähriger wollte nach Veranstaltung in Kaserne schlafen, setzte sich aber doch ins Auto.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 08. September 2019 (16:07)
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Betrunken fuhr im Mai ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Hollabrunn auf der Fahrbahn zwischen Horn und Mörtersdorf, als er bei Mold in einer Rechtskurve auf die andere Straßenseite geriet und gegen einen Pkw mit zwei Insassen krachte. Die Verhandlung dazu war am Mittwoch der Vorwoche am Bezirksgericht Horn.

Der junge Mann bekannte sich schuldig. „Wenn ich trinke, dann fahre ich sonst nicht selber heim“, organisiere er sich dann einen Autofahrer. „Das ist ausgeartet und ich kann’s mir selber nicht erklären, warum“, habe er bis zu dem Unfall einen Filmriss.

Er habe nach dem Tag der offenen Tür des Bundesheeres eigentlich in der Kaserne schlafen wollen. Der 22-Jährige war verletzt, zudem zwei weitere Verkehrsteilnehmer, wobei die Beifahrerin vor Gericht 2.500 Euro Schmerzensgeld geltend macht. „Ich werde den Betrag, wenn es erwünscht ist, bezahlen“, war der 22-Jährige einsichtig.

Der Anwalt der Privatanklägerin setzte während der Verhandlung den Schmerzensgeldbetrag bei 1.000 Euro an. „Das ist gerechtfertigt“, erklärt er. Die Schuld sei bei zwei Promille im Blut jedenfalls gegeben. „Bei dem Unfall hätte mehr passieren können, sind wir froh, dass es nicht so war.“ Dem Angeklagten steigen am Ende der Verhandlung die Tränen in die Augen: „Es tut mir extrem leid, dass ich so etwas gemacht habe.“ Bezirksrichter Thomas Brandstetter verurteilt ihn zu einer Geldstrafe von 1.560 Euro, davon 780 Euro bedingt, sowie 500 Euro Schmerzensgeld. Rechtskräftig.