Nach 30 Jahren: SPÖ wieder überall dabei. Bezirksgeschäftsführer Josef Kromsian hat mit seiner „Waldviertel-Rallye“ ein wichtiges Ziel erreicht.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 24. Dezember 2014 (15:43)
SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Josef Kromsian hat ein zentrales Ziel erreicht: Die SPÖ kandidiert nach drei Jahrzehnten erstmals wieder flächendeckend in allen Gemeinden des Bezirks Horn.
NOEN, Foto: SPÖ

Erstmals seit 30 Jahren tritt die SPÖ bei der Wahl am 25. Jänner 2015 wieder in allen Gemeinden an. „Es war nicht einfach“, erinnert sich Bezirksgeschäftsführer Josef „Pepi“ Kromsian an die vergangenen Wochen zurück. Der Organisationschef in zwei Bezirken – neben den 20 Horner Gemeinden muss er sich auch um die 24 im Bezirk Zwettl kümmern – hat geschafft, was vor ihm lange nicht gelungen ist. Die SPÖ tritt in beiden Bezirken überall an. Das sei das Ergebnis einer „Waldviertel-Rallye“, die ihm zuletzt tausende Kilometer Fahrt beschert habe.

Auf die Kandidatur in Röhrenbach, wo es seit 30 Jahren (!) keinen SPÖ-Mandatar und mit Ausnahme der Jahre 1995 bis 2000 (Bürgerliste) stets 100 % ÖVP gegeben hat, ist Kromsian besonders stolz. Dort steigt der Prokurist Ernst Gabriel (geb. 1969) für die Roten in den Ring – alleine! Kromsian: „Kein Problem. Wir wollen ja nicht Krieg führen, sondern kontrollieren.“

Plus an Mandaten erwartet 

In Japons bilden fünf Frauen das Team. „Überläufer“ wie Robert Porod in St. Bernhard (vorher ÖVP) oder Mario Lackner in Langau (einst im Team Stronach), die jeweils „Kampfmandate“ holen sollen, könnten eine Bereicherung sein. In Drosendorf erfolgt mit Ingrid Knapp (1963) an der Spitze eine starke Verjüngung. Unterm Strich erwartet Kromsian „ein Plus an Mandaten“.

Damit im Fall von Abtrünnigen keine Probleme entstehen können, fungiert Kromsian in allen 20 Gemeinden als Zustellungsbevollmächtigter, der sagt, wer im Fall des Ausscheidens eines Mandatars nachrückt. Im Fall der Fünffachmeldung und der Dreifach-Kandidatur des SPÖ-Bezirksvorsitzenden Josef Wiesinger steht Kromsian auf dessen Seite: „Skurril ist nicht, was er macht, sondern das Wahlrecht. Das gehört dringend geändert!“