„Reha 2“ geht in Gars in Betrieb. 25 Patienten werden hier betreut, 20 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 20. Januar 2021 (03:26)
So richtig zum Wohlfühlen finden auch die beiden Geschäftsführer der „Reha 2“, Josef Berger (links) und Andreas Reifschneider, die Aufenthaltsräume im neuen Haus.
Rupert Kornell

„Es macht uns schon sehr, sehr stolz, dass wir das hingebracht haben“, ist Andreas Reifschneider, der Geschäftsführer der „Gesundheit Waldviertel Gmbh“ und somit Vertreter des Landes NÖ bei der Rehabilitationsklinik Gars, mit Josef Berger, Geschäftsführer vonseiten der VAMED, glücklich, dass die „Reha 2“ am vergangenen Montag „auf den Tag genau zehn Jahre, nachdem die ,Reha 1‘ eröffnet wurde“ (Reifschneider) mit den ersten Patienten in Betrieb gegangen ist.

Wie NÖN-Leser und speziell die Garser wissen, war das von Willi Dungl 2002 gegründete „China Zentrum“ in einen langjährigen Dornröschenschlaf versunken. Vor etwas mehr als einem Jahr wurde es vom Land NÖ und der VAMED wachgeküsst und beschlossen, es in eine Rehabilitationsklinik nach dem Muster des ersten Bauwerks, das ehemalige, im Jahr 2001 eröffnete „Aktiv Hotel“ Dungls, umzuwandeln. Und elf Monate nach dem Start der Arbeiten für den Umbau ist das neue Haus fix und fertig. „Damit liegen wir genau im Zeitplan, der zwar durch Corona etwas verzögert wurde, aber der ehrgeizige Plan, es in nicht einmal einem Jahr zu schaffen, ist nicht zuletzt dank der ausgezeichneten Arbeit aller am Bau Beteiligten aufgegangen“, sind die beiden Geschäftsführer voll des Lobes. Auch für die Ausführung: „Es ist wirklich gelungen und ein richtiges Schmuckkasterl geworden.“

Alle 25 Patienten in Einzelzimmern

Beide betonen auch, dass das Haus wieder in den früheren Zustand, nur frischer, moderner, versetzt wurde. Auch habe man die Zusagen eingehalten, dass die charakteristischen Ecktürme wieder zu finden sind, jedoch völlig neu errichtet, weil die ursprüngliche Konstruktion nicht mehr zu verwenden war. Auch die Zusage, was die „Promenade“ zwischen Haus und Kamp betrifft, dass sie weiter öffentlich zugänglich wird, bleibt.

Die ersten Patienten sind also in die „Reha 2“ – der endgültige Name für das Haus steht noch nicht fest – eingezogen, bis Ende Jänner sollen dann alle 25 bis zu 20 m² großen und modernst ausgestatteten Einzelzimmer belegt sein. Die Patienten müssen das Haus nicht verlassen, denn sämtliche Mahlzeiten können im geräumigen Speisesaal eingenommen werden, das Essen wird aus der nahen „Reha 1“ angeliefert.

Auch sämtliche Therapien, sofern sie nicht im Freien, etwa im angrenzenden Kurpark oder den Freiflächen am Kamp stattfinden, werden so wie die ärztliche Versorgung im Haus über die Bühne gehen. „Wir werden hier einen gewissen Schwerpunkt haben“, erklärt Reifschneider, „in der Rehabilitationsversorgung und in der psychiatrischen Rehabilitation, auch für die Schmerzpatienten gibt es spezielle Programme.“

20 Beschäftigte finden hier Arbeitsplatz

Für die Versorgung der Patienten wurden insgesamt 20 Personen neu angestellt vom ärztlichen über den therapeutischen Bereich über Verwaltung bis hin zur Küche und zur Reinigung.

„Wir sind happy, dass der Start jetzt erfolgen konnte“, strahlt Reifschneider, „denn wir haben eine ziemliche Nachfrage nach einem Reha-Aufenthalt.“ Für die nächsten Monate rechnet er mit einer Vollauslastung, die es auch im seit zehn Jahren bestehenden Gebäude mit seinen hundert Betten wieder gibt. „Bis auf die zehn Wochen des ersten Lockdowns waren wir davor und danach ausgebucht.“

"Das Haus ist wunderschön geworden“, finden auch Standortleiter Markus Holzinger, der Ärztliche Leiter Primarius Fritz Riffer, Verwaltungsdirektor Peter Winkler und Pflegedirektor Robert Vogler (v. l.).
Rupert Kornell

Und fügt lächelnd hinzu: „Wenn‘s der Herr gibt und die Umstände es zulassen, werden wir auch eine entsprechende Eröffnung vornehmen – und gleichzeitig auch das zehnjährige Jubiläum der bestehenden Reha-Klinik feiern.“ Diesbezüglich ist Berger optimistisch: „Im Sommer sollte es so weit sein.“

Dann wird sich auch die Bevölkerung überzeugen können, dass das Haus ein Schmuckkasterl geworden ist …