Badeunfall: 28-Jähriger heute Vormittag verstorben. Ein 28-Jähriger aus dem Bezirk Gänserndorf ist gestern (10. August) nach einem Tauchversuch nicht mehr an die Oberfläche gekommen. Das Bezirkspolizeikommando Horn gibt jetzt bekannt: Der junge Mann ist heute Vormittag verstorben.

Von Red. Horn. Update am 10. August 2020 (09:39)
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APA (Symbolbild)

Ein 28-Jähriger aus dem Bezirk Gänserndorf kam nach Tauchübungen im Naturfreibad Horn nicht mehr an die Wasseroberfläche – eine Rettungskette setzte sich am Sonntagnachmittag in Gang.

Der junge Mann ist aus der Bolfras-Kaserne Mistelbach in der Horner Radetzky-Kaserne stationiert. Er verbrachte mit einer Kameradengruppe am Sonntag (9. August) seine Freizeit im Bad. Sie versuchten das Becken, das eine Breite von 75 Meter vorweist, zu durchtauchen. Der 28-Jährige „versuchte es zweimal, wobei es ihm nicht gelang, weil er jedesmal seitlich wegtauchte“, berichtet das Bezirkspolizeikommando in Horn. Als er es ein drittes Mal versuchte, tauchte er nicht mehr auf.

Seine Kameraden, die an verschiedenen Stellen positioniert waren, begannen sofort mit der Suche. Der herbeigeholte Bademeister setzte um 15.55 Uhr die Rettungskette mit Notarzt, Feuerwehr und Polizei in Gang, auch einige Badegäste nahmen selbstständig mit Taucherbrille die Suche auf.

Die verständigte Wasserrettung Allentsteig rückte mit vier Taucher an. Zwei weitere Badegäste mit Taucherausbildung schlossen sich ihnen an. Der Bademeister verordnete in der Zwischenzeit den Badeschluss und hielt die Gäste dazu an, das Freibad-Gelände zu verlassen.

Die Retter konnten um 16.41 Uhr den 28-Jährigen bergen: Er war mindestens 45 Minuten unter Wasser. Der Notarzt begann mit der lebensnotwendigen Wiederbelebung, der Rettungshubschrauber brachte schließlich den jungen Mann in das Universitätsklinikum St. Pölten.

„Fremdverschulden ist auszuschließen“, betont das Polizeikommando. Das Bundesheer verständigte die Angehörigen des 28-Jährigen, der auf der Intensivstation lag. Er ist heute (10. August) Vormittag verstorben.