Akademie geht in kurze Pause. Bedingt durch Corona fiel in der Zauner-Dungl Gesundheitsakademie in Gars ein Lehrgang aus, im Herbst startet man neu durch.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 04. März 2021 (03:59)
Die erfolgreichen Absolventen Sandra Reisinger (Bad Großpertholz), Ernestine Steyrer (Wien), Melanie Paier (Retz), Daniela Aigner (Weißpriach/Salzburg), Thomas Erber (Eggenburg), Gabriel Riel (Klein Meiseldorf), Michael Widhalm (Horn) und Viktoria Zellhofer (Gerotten, vorne v. links) mit dem Vortragenden Martin Ruthner, Brigitte Helmreich (Arbeitnehmervertreterin), Robert Kellner von der Landessanitätsdirektion, Manfred Zauner (stellvertretender ärztlicher Leiter), Manuela Seidl (Arbeitgebervertreterin) und die ärztliche Leiterin der Zauner-Dungl-Gesundheitsakademie Andrea Zauner-Dungl (hinten v. links).
Rupert Kornell

„Eigentlich war es anders geplant, aber Sie haben die eineinhalb Jahre toll auf die Beine gebracht“, zollte Andrea Zauner-Dungl, ärztliche Leiterin der Zauner-Dungl Gesundheitsakademie, den Absolventen Anerkennung. Alle acht haben nach eineinhalbjähriger Ausbildung die Prüfung zum Heilmasseur bestanden, sechs mit Auszeichnung. Außerdem haben sieben von ihnen die Spezialqualifikation Basismobilisation – alle mit Auszeichnung – erworben.

Das Ärzte-Ehepaar Andrea Zauner-Dungl und Manfred Zauner ist zuversichtlich, dass im Herbst ein neuer Lehrgang starten kann.
Rupert Kornell

Dieses Zeugnis sei für sie der Startschuss für den Beruf, meinte die Medizinerin, aber man dürfe nicht stehenbleiben, lebenslange Weiterbildung sei ein wichtiger Faktor, denn immer wieder würde Neues auf sie zukommen. Ihr Gatte Manfred Zauner, stellvertretender ärztlicher Leiter, verwies auf die schwierige Zeit in der Pandemie, wo der theoretische Unterricht nur online ausgeführt werden konnte, die Praxis natürlich in den Akademie-Räumlichkeiten durchgeführt wurde. „Sie haben sich Wissen und praktische Fähigkeiten angeeignet, die der Grundstock für ihre weitere Arbeit sein werden.“ Dass deren Wissen und Fähigkeiten gefragt sind, beweist die Tatsache, dass alle bereits eine Anstellung in NÖ gefunden haben.

Einen Aspekt führten die beiden Ärzte ebenso wie ihr Kollege Robert Kellner vom Landessanitätsbeirat ins Treffen: „Nehmen Sie die Möglichkeit wahr, sich impfen zu lassen. Es wird Ihnen zugutekommen, wenn Sie Ihren Beruf ausüben!“

„Unterricht mit Qualität wäre nicht möglich“

Für die beiden Leiter sowie für das Team der Vortragenden ist jetzt einmal Pause, denn es gibt keine weiteren Lehrgangsteilnehmer zu betreuen. Es war schon gemutmaßt worden, dass die Akademie schließen müsse. „Nein“, tritt Andrea Zauner-Dungl diesem Gerücht ganz entschieden entgegen. „Wir haben ausgesetzt, weil ein qualitätsvoller Unterricht unter diesen Bedingungen nicht möglich war. Und schließlich haben wir diese Maßnahme auch im Sinne einer wirtschaftlichen Geschäftsgebarung treffen müssen.“

Ein neuer Lehrgang im Herbst des Vorjahres konnte nicht beginnen, weil es zum einen nicht möglich war, Teilnehmer wie sonst beim Tag der offenen Tür oder der Bewerbung in Schulen zu finden, zum anderen, weil der praktische Unterricht nur sehr schwer durchführbar gewesen wäre. „Alle Vortragenden waren äußerst bemüht, aber die Umstände zwingen uns leider zu

dieser Maßnahme“, bedauert auch ihr Gatte Manfred Zauner.

Dass die Akademie-Absolventen gefragt sind, beweist auch eine Aussage der Moorheilbad Harbach-Geschäftsführerin Karin Weissenböck kürzlich in Horn gegenüber Landesrat Martin Eichtinger: „Da wir selbst keine Masseure ausbilden dürfen, sind wir auf die Akademie-Abgänger angewiesen!“