Ortschef: "Geschäft regelrecht gestürmt". „Seit der früh wird das Geschäft regelrecht gestürmt“ – hocherfreut über den Start des neuen Nahversorgungsgeschäfts in Klein-Meiseldorf am 7. November zeigte sich Bürgermeister Niko Reisel bei der offiziellen Eröffnung, an der ein Großteil der Dorfbewohner neben einer Vielzahl an Ehrengästen teilnahm.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 08. November 2019 (13:41)
Thomas Weikertschläger
Bei der Eröffnung des neuen Nahversorgers in Klein-Meiseldorf: Florian Eder,Manuela Reichl, Julius Kiennast, Pater Michael Hüttl, Bürgermeister Niko Reisel und die Abgeordneten Martina Diesner-Wais und Jürgen Maier.

Die Eröffnung des Geschäfts ist das Ende der ersten von drei Etappen des Projektes „Neues Dorfzentrum“. Etappe zwei wird die Eröffnung des Jugendheims sein, Etappe drei jene des Veranstaltungszentrums (die NÖN berichtete über die Pläne).

Mit dem Geschäft werde eine Infrastruktur geschaffen, die den Bürgern zugute kommt, meinte Reisel, der für das Überleben des Geschäfts auch „seine“ Gemeindebürger in die Pflicht nahm. „Kauft in der Region, dort, wo ihr wohnt. So haltet ihr eure eigene Region lebenswert“, meinte der Ortschef. Mit der Etablierung einer Nahversorgungs-Infrastruktur vor Ort stärke man nicht nur den Standort, die Umwelt und die Lebensqualität, sondern hebe auch die Immobilienpreise in der Region, hob er weitere Plus-Punkte des Projektes hervor.

Drei Damen erledigen vorerst Arbeit im Geschäft

Geführt wird das Geschäft übrigens von einer Kommunal GmbH, deren Geschäftsführer Reisel selber ist. Julius Kiennast erklärte, er hoffe, dass sich – wenn sich herausgestellt habe, dass der Standort funktioniert – später noch eine Person finde, die sich in die Selbstständigkeit wage.

Die Arbeit im Geschäft erledigen vorerst drei Damen, die sich um das gemeinsam mit der Firma Kiennast zusammengestellte Sortiment im rund 80m2 großen Verkaufsraum kümmern werden. Laut Kiennast werde man sich auch noch bemühen, Lotto/Toto und Tabak ins Sortiment aufnehmen zu können.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt, das nun in etwa elf Monaten Bauzeit umgesetzt wurde, 2017 über die Dorf- und Stadterneuerung. Gemeinsam mit dem Verein „Lebenswertes Klein-Meiseldorf“ unter Obmann Florian Eder habe man in einer Bedarfserhebung festgestellt, dass ein Geschäft im Ort schmerzlich vermisst wird. Den letzten Nahversorger gab es Anfang der 1980er-Jahre in Klein-Meiseldorf. Zum freudigen Anlass stellte sich Eder nun bei Reisel übrigens mit einer Dank- und Anerkennungsurkunde für dessen Einsatz ein – und überreichte ihm die erste im neuen Geschäft ausgestellte Rechnung. Die dafür gekauften Produkten werden sich die „vielen freiwilligen Helfer des Vereins“ auf Kosten des Bürgermeisters schmecken lassen.