Pater Albert Groiß zum Diakon geweiht

Erstellt am 20. Oktober 2010 | 00:00
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Foto: NOEN
In der Stiftskirche machte Weihbischof Dr. Anton Leichtfried den Prior der Gemeinschaft der Benediktiner in Altenburg zum „Diener an den Menschen“.

VON RUPERT KORNELL

ALTENBURG /„Danket dem Herrn, denn er ist gütig, Hallelujah!“ Mit diesem Gesang und mit prägnanten Worten wandte sich Pater Albert Groiß, der langjährige Prior des Stiftes Altenburg, an die vielen Freunde in der Stiftskirche, die zu seiner Diakon-Weihe gekommen waren, und meinte beruhigt: „Die volle Kirche zeigt das Netz, das mich umgibt.“

Auch der St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried und Abt Christian Haidinger freuten sich über die große Schar der Gläubigen am vergangenen Sonntag, die dem gebürtigen Garser, der schon seit 25 Jahren Mönch ist, an diesem Tag begleiteten.

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„Seine Brüder sind sicher,  dass er würdig ist!“
„Ad sum!“ – „Hier bin ich!“ sagte Pater Albert, als ihn der Bischof zur Weihe rief, nachdem Abt Christian bestätigt hatte: „Wir, seine Brüder, sind sicher, dass er würdig ist. Er hat seit Jahrzehnten in unserer Gemeinschaft gelebt und viele Aufgaben bestens erfüllt.“ Im Rahmen des festlichen Gottesdienstes mit einer ganzen Reihe von Konzelebranten, darunter Alt-Abt Bernhard Naber und die Diakone Heinz Meyer aus Horn und Hermann Treml aus Gars, sorgten die Altenburger Sängerknaben, deren Präfekt Pater Albert ja seit Jahren ist, unter der Leitung von Markus Pfandler für eine überaus würdige musikalische Begleitung.

„In Liebe zu dienen ist  eine Herausforderung!“
„Kommt mit allen euren Anliegen zu Gott, hört nicht auf zu beten. Gott wird euch hören“, forderte Weihbischof Leichtfried in seiner Predigt die Kirchenbesucher auf. „Heute wird ein betender Mönch zum Diakon geweiht, er steht dafür, was Kirche ist: Ausgerichtet auf den Dienst an den Menschen, besonders an Arme, Kranke, Außenseiter und allen anderen Hilfsbedürftigen.“ Und zu Pater Albert gewandt: „Diakon heißt also Dienen. Es ist eine Herausforderung für dich, in Liebe zu dienen.“

In einer eindrucksvollen Zeremonie mit der Handauflegung und Weihegebet des Bischofs, sowie Einkleidung mit Stola und Dalmatik (liturgisches Gewand) nach dem Versprechen Pater Alberts zur Verkündigung des Gotteswortes, zu Gehorsam und Ehelosigkeit und zu einem Leben nach dem Vorbild Christi wurde ihm das Evangeliar übergeben.

„Habe viel von euch gelernt  und lerne immer noch!“
Zum Ende der Messe dankte der neue Diakon nicht nur dem Bischof und seinen Mitbrüdern („Ich bin 25 Jahre bei euch in die Schule gegangen, ich habe viel gelernt. Und ich lerne immer noch von euch!“), sondern auch bei seinen Eltern und den Verwandten: „Die Jugendjahre in Gars haben mich geprägt!“

Eine Agape im Kaisertrakt mit Suppe, Brot und Wein war der „weltliche“ Abschluss, bei dem Pater Albert Zeit fand, mit seinen vielen Freunden einige Worte zu wechseln und ihnen seine Freude über diesen neuen Schritt in seinem Leben mitzuteilen.

Mit Übergabe des Evangeliars durch Weihbischof Anton Leichtfried an Pater Albert Groiß im Beisein von Abt Christian Haidinger, Diakon Heinz Meyer (von links) und einer großen Schar von Mitbrüdern, Verwandten und Freunden, die zur Stiftskirche Altenburg gekommen waren, wurde dessen Weihe zum Diakon besiegelt.