Meiseldorf

Erstellt am 22. Juni 2018, 04:18

von Thomas Weikertschläger

Meiseldorfer Dorfzentrum wird konkret. Meiseldorfer Gemeinderat erteilte erste Vergaben für neues Dorfzentrum. Neue Bauplätze in Klein-Meiseldorf sollen neue Bürger in die Gemeinde locken.

Bürgermeister Nikolaus Reisel will mit neu geschaffenen Bauplätzen neue Bürger nach Meiseldorf ziehen.  |  Thomas Weikertschläger

Eine Sitzung mit 22 Punkten im öffentlichen Teil der Tagesordnung sowie einem Dringlichkeitsantrag legte der Meiseldorfer Gemeinderat am 13. Juni hin.

Als Dringlichkeitsantrag wurde die einstimmige Wahl des SP-Gemeinderates Karl Safer in den Gemeindevorstand durchgeführt.

Saal mit Küche, Sanitäreinrichtungen und Lagerfläche

Für das geplante Projekt „Dorfzentrum“, das der Dorferneuerungsverein „Lebenswertes Klein Meiseldorf“ vorantreibt, wurden bei dieser Sitzung bereits einige Weichen gestellt. So wurde an die Firma FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT der Auftrag für die Ausführungsstatik vergeben. Auch der Flächenwidmungsplan wurde wegen des geplanten Dorfzentrums geändert, der Hauptplatz wurde als „öffentliche Verkehrsfläche“ gewidmet.

Geplant ist, in diesem Dorfzentrum einen Veranstaltungssaal mit Küche, Sanitäreinrichtungen und Lagerfläche in einem Hauptgebäude zu errichten. Auch Räumlichkeiten für einen Arzt, Masseur, Fußpflege oder andere Selbstständige soll in einem Nebengebäude geschaffen werden. Zum Marktplatz hin soll das Gebäude geöffnet sein. An das bestehende Feuerwehrhaus soll eine Greißlerei angeschlossen werden.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde ein Baulandverfügbarkeitsvertrag für die neu geschaffenen Bauplätze in Klein-Meiseldorf. „Damit wollen wir verhindern, dass die Bauplätze zu Spekulationsobjekten werden. Wir wollen, dass auf ihnen wirklich gebaut wird und sich junge Familien bei uns ansiedeln“, meinte Bürgermeister Niko Reisel (ÖVP). Zudem verlängerte die Gemeinde Meiseldorf ihre Mitgliedschaft bei „Wohnen im Waldviertel“ und ist ab nun „ordentliches Mitglied“ dieses Projektes.

Meiseldorf wird erste e5-Gemeinde im Bezirk

Auch drei Angebote der Firma gemdat (NÖ Gemeinde-Datenservice) wurden angenommen. So müssen die Gemeinden ab 2020 das bisherige kameralistische System auf ein modernes Buchhaltungssystem umstellen.

Wegen der neuen Datenschutzgrundverordnung wird ein elektronisches Abwicklungssystem angeschafft, der dritte Punkt des gemdat-Softwarepakets betrifft den elektronischen Flächenplan. Der lief bisher auf gemeindeeigenen Servern, künftig soll er über eine Web-Office-Lösung über ein Rechenzentrum in Wien laufen. Für die Gemeinde entfallen so die Wartungskosten für den lokalen Server.

Groß war die Freude bei Reisel auch über den einstimmigen Beschluss, über die Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu) den Schritt zur „e5 Energiegemeinde“ – als erste im Bezirk Horn – zu machen. Die eNu unterstützt bei diesem Projekt Gemeinden dabei, langfristige Maßnahmen im Energiebereich zu setzen und deren Wirksamkeit zu evaluieren.