Zufahrt & zwei Zapfsäulen in Brunn. Die alte B 2 und ein Parkplatz sind neu asphaltiert. E-Tankstellen sind bei zwei Gasthäusern vorgesehen.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 28. Mai 2020 (05:58)
Besichtigten die Erneuerungen (von links): Vizebürgermeister Harald Frank, Markus und Andrea Powisch, Bürgermeisterin Elisabeth Allram und Gemeinderat Raimund Neuteufel.
Karin Widhalm

Die alte B 2 ist heute eine Gemeindestraße, die unter anderem zum Gasthaus Powisch führt, – und sie zeigt sich neuerdings im dunklen Schwarz. Die Gemeinde hat ihre Erneuerung vorangetrieben, die Fahrbahn ist bereits freigegeben. Die Wirtsleute Markus und Andrea Powisch haben die Gelegenheit genutzt, um auf ihrer eigenen Grundfläche zu investieren.

Sie asphaltierten mit Baufirmen den Parkplatz neu und kauften zusätzlich einen Windschutz für den Schanigarten direkt neben der Haustür an. Die Gäste können auch wie gewohnt im Innenhof Platz nehmen. „Das haben wir nicht gemacht, weil uns die Regierung Geld überwiesen hat“, betont Markus Powisch, dass das Projekt vor Corona geplant war.

Brunn hat in die Neuasphaltierung der Gemeindestraße 170.000 Euro investiert, berichtet Bürgermeisterin Elisabeth Allram. Mülltonnen werden zudem aufgestellt. Ein Problem seien Lkw-Fahrer, die ihren Müll sorglos hinterlassen: „Zwischen Gmünd und Wien gibt es keinen Lkw-Parkplatz“, erklärt Allram das Problem, das sie dem Land NÖ bereits mitgeteilt habe.

Stellenweise wird ein Lkw-Parkverbot Gültigkeit haben. Geplant ist zudem eine neue Tankstelle für E-Fahrzeuge, dafür ist alles Nötige verlegt worden. Die zweite E-Tankstelle beim Landgasthof Gamerith kann schon genutzt werden.

Die beiden Standorte seien bewusst gewählt worden, damit die Wirte davon profitieren können, erklärt Vizebürgermeister Harald Frank. Beide Gasthäuser haben übrigens geöffnet – und aus beiden ist zu hören, dass die Gäste äußerst verhalten sind und sich der Besuch in Grenzen halte. „Es ist kein Vergleich zu vorher“, seufzt Michaela Pils, Inhaberin des Gasthauses Gamerith. Viele Feste fallen weg, noch dazu ist das Interesse an ihrem zuvor gut angenommenen Abholservice eingebrochen. Die Arbeit sei indes gestiegen: „Wir müssen alles mehrmals desinfizieren – und keine Leute da.“

Nur manchmal sei man „positiv überrascht“, erzählt Markus Powisch. Die Schutzmaßnahmen verunsichern aber, das sei in beiden Gasthäusern die meiste Zeit spürbar. „Viele wissen nicht, dass man auch zu zwölft kommen kann, man muss die Leute nur auf mehrere Tische aufteilen“, klärt er auf. „Ich sehe manchmal Gäste bei der Tür stehen bleiben: Sie wissen nicht, ob sie jetzt eine Maske aufsetzen müssen oder nicht“, ergänzt Andrea Powisch. Scheu brauche man aber keine haben: „Wir sorgen zu 100 Prozent für die betriebliche Sicherheit“, betont Markus Powisch.