Neue Hilfe für Ahnenforscher. Der Röschitzer Josef Weinkopf pflegte 1.400 Fotos von Friedhöfen ein.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Mai 2020 (04:51)
Josef Weinkopf will mit seinen Fotos Unterstützung bei der Ahnenforschung und beim Erstellen von Stammbäumen geben.
privat

Eine große Hilfe für Personen aus der Region Eggenburg, die sich auf Ahnenforschung begeben wollen, gibt es nun dank des Röschitzers Josef Weinkopf. Der 1948 geborene Hobby-Ahnenforscher hat zahlreiche Fotos – insgesamt sind es mehr als 1.400 – von Gräbern auf den Friedhöfen Eggenburg, Röschitz, Roggendorf, Stoitzendorf, Roseldorf, Straning, Wartberg, Kattau und Limberg in die „Adler-Friedhöfe-Datenbank“ eingespeist.

Er habe sich die Mühe gemacht, diese Datenbank zu befüllen, weil die Region Eggenburg dort bisher noch nicht vertreten war, erzählte Weinkopf. Die Fotos seien eine große Hilfe bei der Ahnenforschung, weil die Matrikenbücher der Pfarren mit dem Jahr 1938 (ab 1939 waren die Standesämter für die Standesführung zuständig) enden, sagte Weinkopf.

Mit der Ahnenforschung beschäftigt sich Weinkopf seit dem Jahr 2008, als er in Ruhestand ging. Da er in seinem Berufsleben – Weinkopf war als Prokurist bei der Weinviertler Sparkasse tätig – ständig mit der Kurrent-Schrift zu tun hatte, tat er sich beim Lesen in den Matrikenbüchern (Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher der Pfarren) nicht schwer. Er hat schon vielen Personen bei der Suche der Ahnen geholfen. Er selbst hat sich auch seinen eigenen Stammbaum mit etwa 1.000 Personen (nur direkte Verwandte, keine Seitenlinie, ca. 400 Jahre zurück) erstellt.

800 Sterbebilder von Röschitzern gesammelt

Auf die Adler-Friedhöfe-Datenbank ist er bei der Stammbaumerstellung gestoßen und hat sie gleich als große Hilfe kennengelernt. Dort sind die Fotos der Gräber dann nach Friedhöfen und dort alphabetisch gelistet.

Unter anderem führt Weinkopf auch seit dem Jahre 2000 das Sterbebuch der Pfarre, versendet seit etwa zwei Jahren wöchentlich den Wochenplan der Pfarre per E-Mail an 60 Haushalte, hat eine Sammlung aller Sterbebilder von verstorbenen Röschitzern (ca. 800 Stück) und hat auch alle Hausbesitzer von Röschitz seit ca. 400 Jahren aufgelistet. Dies erarbeitete er sich aus den Matrikenbüchern von Röschitz, die im Jahre 1642 beginnen und 1938 endeten und aus dem Niederösterreichischen Landesarchiv.

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