Nach Felssturz: Lokal nach wie vor gesperrt. Der „Nightclub“ hat nach wie vor zu. Ein geologisches Gutachten empfiehlt, Wand übersteigen zu lassen.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 12. August 2020 (05:47)
Der Radweg ist derzeit gesperrt, Pedalritter weichen aktuell auf die Fahrbahn aus. Wann eine Öffnung auch des Nightclubs möglich sein wird, ist momentan nicht klar.
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Felsstürze können gefährlich sein: Jener vor vier Wochen in Rosenburg ging zwar glimpflich aus, vergessen ist er dennoch nicht. Der Nightclub ist nach wie vor gesperrt.

Steil und hoch ist die Felswand, von der zuletzt Steine abgebröckelt sind.
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Steine – man schätzt insgesamt 50 Tonnen – haben sich im Juli auch aufgrund der starken Regenfälle von der Felswand gelöst und sind auf der Kamptalstraße B 34 gelandet. Betonleitwände stehen (wie berichtet) dort, seitdem kann die Fahrbahn wieder benutzt werden.

„Der Landesgeologe hat das Aufstellen von Betonleitwänden aus fachlicher Sicht als ausreichende Sicherheitsmaßnahme angesehen“, erklärt Bezirkshauptmann Johannes Kranner in einem NÖN-Gespräch. In einem nächsten Schritt befasste man sich mit dem Gastank.

„Das Gestein ist dort auf einen Unterflurgastank hinabgestürzt, der fürs Warmwasser verwendet wird“, erklärt Kranner. Gas ist nicht ausgetreten, trotzdem musste eine Lösung gefunden werden. Die Bezirkshauptmannschaft – das Gassicherheitsgesetz fällt in ihren Zuständigkeitsbereich – gab den Auftrag, den Tank zu entleeren.

Kann zumindest Radweg geöffnet werden?

Das sei mittlerweile geschehen, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Schmöger. Der Tank ist zudem mit Schotter überdeckt worden. Was Schmöger sofort verfügt hat, hat übrigens noch immer Gültigkeit: Der Nightclub ist mitsamt Terrasse und Parkplatz gesperrt. Der Bürgermeister überlegt gerade, „wie wir mit dem Radweg, der auch gesperrt ist, weiter vorgehen“, erklärt er. „Kann er in diesem Abschnitt, wo der Steinschlag war, abgesichert werden, sodass die Radfahrer nicht auf die Straße ausweichen müssen?“ Der Geologe werde sich die Lage in diesen Tagen ansehen.

Bei allen anderen „tue ich mir hart“, räumt Schmöger ein. Die Bezirkshauptmannschaft empfiehlt dem Grundbesitzer auf Basis des geologischen Gutachtens, dass die Felswand überstiegen werden soll. Professionisten würden dann den Abschnitt erklettern und tragen dann lose Brocken ab.

Ob oder wann dies passieren wird, ist derzeit nicht klar. „Die weiteren Sicherheitsmaßnahmen muss man sich dann anschauen, ob da zum Beispiel ein Netz drüber gehört“, führt der Bürgermeister aus. Die Felswand sei doch „sauber steil und hoch“.

Schmöger hat schon kleinere Felsstürze erlebt, „dass die Straße beeinträchtigt war, haben wir das erste Mal gehabt“, sagt er. „Aber das etwas runterkommt, das gibt’s im ganzen Kamptal überall, wo Felsen sind.“