„Müllberge!“: Großer Ärger über Mieter. Vermieter Franz Peter Dammerer zeigt Probleme in Rosenburger Wohnhaus auf.

Von Karin Pollak. Erstellt am 03. Juli 2019 (05:43)
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Im Fahrradraum entsorgte Windeln ...

Als Besitzer einer Wohnhausanlage ist man natürlich auch mit Problemen konfrontiert. Über massive Schwierigkeiten kann Franz Peter Dammerer aus Rohrendorf mittlerweile „ein Lied singen“. In seinem Wohnhaus in Rosenburg machen ihm ein paar wenige Mieter das Leben schwer, wobei nicht bezahlte Mieten das geringste Übel seien.

Da gibt es zum Beispiel eine Mieterin, die seit September 2018 mit drei Kindern und einem Freund in einer von Dammerers Wohnungen wohnt. „Seither sind die Müllcontainer vollgefüllt, der riesige Garten, der bisher allen Mietern frei zugängig war, ist mit Spielzeug und Restmüll-Säcken zugemüllt“, erzählt Dammerer.

Außerdem zahle diese Mieterin seit Anfang dieses Jahres keine Miete mehr. „Bis dahin hat ein sozialer Verein diese Kosten übernommen. Außerdem gab es für diese Familie einen Spendenaufruf. Die Sachspenden, die nicht benötigt wurden, haben sie einfach unsortiert in die Müllcontainer der Wohnhausanlage geschmissen. Somit ist das ein Problem für die gesamte Mietergemeinschaft“, zeigt der Hausbesitzer auf. Volle Windeln, die im Radabstellraum oder auf Fensterbänken deponiert werden, und das Beschimpfen anderer Mieter gehören ebenfalls zu den von dieser Familie ausgelösten Problemfeldern, sagt Dammerer.

„Man müsste eine Kaution für neun Monate verlangen. Aber nicht einmal damit hat man alle Kosten für Anwalt, Gericht, Räumung abgedeckt.“Franz Peter Dammerer

Er habe vergeblich nach einer Lösung gesucht und erstattete letztendlich Anzeige. „Der Gerichtstermin war Ende Mai. Aber die Beklagte ist nicht gekommen. Dem Gericht hat sie telefonisch mitgeteilt, dass sie mittelfristig ausziehen werde“, berichtet Dammerer, der noch auf das Urteil wartet. Erst danach könne er einen Antrag auf Räumung stellen. Die entstandenen Kosten sind für ihn uneinbringlich: „Man müsste eigentlich eine Kaution für neun Monate verlangen. Aber nicht einmal damit hat man alle Kosten für Anwalt, Gericht, Räumung abgedeckt.“

Dieses Szenario ist für Dammerer kein Unbekanntes: In diesem Haus habe es schon zwei derartige „Fälle“ gegeben. Zwei junge Österreicher bewohnten jeweils eine Wohnung von Dammerer. Beide bezahlten ihre Mieten nicht, wurden seitens des Hausbesitzers geklagt und die Wohnungen geräumt. Auch hier seien die Ausstände uneinbringlich. „Dabei ist der Mietausfall meist noch das geringere Problem, sondern dass genau diese Leute sich auch sonst an keine Regeln halten, Gänge und gemeinsame Flächen vermüllen, Lärm machen und die Mitbewohner beschimpfen.“

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... und am Gang gelagerter Müll sorgen bei Vermieter Franz Peter Dammerer in einem Wohnhaus in Rosenburg für Unmut.

Außerdem stellt derzeit ein weiterer Bewohner den Hausbesitzer und die anderen Mieter auf eine harte Probe. „Er terrorisiert die Mitmenschen, die Polizei ist informiert“, zeigt Dammerer auf.

Das wurde auch seitens des Bezirkspolizeikommandos Horn bestätigt. Für Bürgermeister Wolfgang Schmöger sind diese Vorfälle in der Wohnhausanlage von Dammerer aber unbekannt. „Ich habe davon noch nichts gehört“, so der Bürgermeister.

Übrigens: In Dammerers Wohnhaus wohnen auch Asylwerber, mit denen es keinerlei Probleme gibt oder gegeben hat.