Halbe Million Euro für „Burg neu“ in Gars. Tribüne erhielt regensichere Unterdachung, um als Veranstaltungslocation dienen zu können, Elektrotechnik wird erneuert.

Von Rupert Kornell. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:34)
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Firmenchef Martin Honeder (Zweiter von links) informierte Bürgermeister Martin Falk und die Gemeinderäte Gerald Steindl und Helmut Gröschel (von links) über die Elektro-Arbeiten, die in der Burg getätigt werden.
Rupert Kornell, Rupert Kornell

Mehr als eine halbe Million Euro nimmt die Burg Gars GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Marktgemeinde Gars, mit Geschäftsführer Bürgermeister Martin Falk in die Hand, um das „Pickerl“ für diese Spielsaison und die weiteren zu bekommen.

Zwei große „Brocken“ waren bzw. sind dabei zu bewältigen: Die Unterdachung der Tribüne (auf nebenstehendem Foto am oberen Bildrand zu erkennen), die mit Alu-Blech und Dämmstoff ausgeführt ist und die Gäste vor Niederschlägen schützen, sowie dem Neubau von drei Räumen für Technik, Sanitäter und Arzt sowie Abstellraum um 280.000 Euro. Dazu kommen 60.000 Euro für Planung und 12.000 Euro für den Abriss des Altbestandes unter der Tribüne. Die Unterdachung findet Falk für wichtig, weil man hier auch Veranstaltungen für bis zu 500 Besucher durchführen kann.

„Der zweite Teil umfasst die gesamte Elektroinstallation, die noch aus der Zeit der ersten Opernaufführungen vor drei Jahrzehnten stammt und die einfach erneuert werden muss“, erklären Falk und der für die Burg resort-zuständige Gemeinderat Gerald Steindl.

5.800 Meter Kabel wurden neu verlegt

In welchem Ausmaß hier ans Werk gegangen wird, verdeutlicht Martin Honeder von der gleichnamigen Garser Elektrofirma, die die Arbeiten durchführt: „5.800 m Kabel wurden verlegt, dazu 1.700 m Kabel für die Netzwerkinfrastruktur, weiters 70 Schalt-/Dimmkreise für Medientechnik, vier neue Hauptverteiler, ein klimatisierter Technikraum – um nur einige herauszugreifen.“ Dafür werden rund 155.000 Euro aufgewendet.

Damit sind für die diesjährige Festspielsaison, die ja mit der Premiere von Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ in einer ganz besonderen Bearbeitung am 15. Juli beginnt, alle Arbeiten erledigt, aber es gibt noch einiges zu tun, etwa die Absicherungen mit einer Eisen-Stahl-Konstruktion bei der Galerie im Renaissance-Teil der Burg. „Dafür haben wir noch Zeit, denn heuer wird nur auf der Bühne und nicht auch aus den Fenstern heraus gespielt“, betonen Steindl und sein Gemeinderats-Kollege Helmut Gröschel. Auch das ebenfalls heuer nicht benötigte Orchesterhaus wird dann generalsaniert.