Schäden nach Hagel in Landwirtschaft. Die Grenzregion der beiden Bezirke Horn und Hollabrunn erlebte gestern (21. Juli) einen heftigen Unwettertag: Bauernkammer-Obmann Herbert Hofer ist gerade dabei, sich einen Überblick zu verschaffen und Alexander Österreicher aus Weitersfeld erzählt, was dank Messstationen und Satellitenbildern festgehalten werden kann.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 22. Juli 2020 (11:36)
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Starkregen ist vor allem im Dreieck Pulkau-Eggenburg-Röschitz niedergegangen: Das hält Alexander Österreicher, der privat eine Wetterstation betreibt und Satellitenbilder sichtet, fest. Hagel ist punktuell aufgetreten: „Manche Gebiete sehen wie mit der Schere abgeschnitten aus, dann ist es wieder aus“, beschreibt Hofer.

„Jedenfalls war teilweise Hagel mit bis zu vier Zentimeter Durchmesser dabei“, ergänzt Österreicher. Hofer könne „aus jetziger Sicht“ sagen, dass Missingdorf, Rafing und Reipersdorf im Hollabrunner Bezirk, Dallein, Goggitsch, Nonnersdorf betroffen sind. „Gerade in Missingdorf dürften die Schäden einigermaßen gravierend sein. Ich habe ein Kürbisfeld gesehen, wo kein Blatt mehr drauf ist.“

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Ähnliches, auch wenn nicht in so großem Ausmaß, sei im Dalleiner Raum aufgetreten. „Raps ist sicher am schwersten geschädigt“, erklärt Hofer. Die Frucht hatte schon mit der Trockenheit am Anfang des Jahres zu kämpfen (wie berichtet). „Das Eis hat das Seinige getan.“ Einen vollständigen Gesamtüberblick verschafft sich der Bauernkammer-Obmann aber erst.

Österreicher hat von ausgewählten Messstellen die Niederschlagsmengen gesammelt, darunter Weitersfeld (4,3 Millimeter), Geras (13,2), Horn (14,2) und Röschitz (21). Wer mehr wissen möchte: Der Weitersfelder informiert  laufend über seine Facebook-Seite "Wetter Weitersfeld Privatstation und Umgebung" - und freut sich zudem, wenn User ihre Beobachtungen in Bezug auf Niederschlagsmengen, Hagel, auch Neuschnee posten.

Die Auswirkungen des Unwetters lest ihr in der kommenden Ausgabe der NÖN Horn.