Stift Altenburg lud in die Klostergärten. Viele Gäste bei langer Nacht der Klostergärten im Stift Altenburg.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 15. Juli 2019 (07:19)

Von der Christbaumkultur zum Garten der Religionen war es im Stift Altenburg ein langer Weg. „2002 war der Garten rund um die Orangerie eine reine Wüste“, stellte Pater Michael Hüttl bei der Langen Nacht der Klostergärten fest. Das Lusthaus und die Orangerie wurden aufgegeben und dem Verfall preisgegeben. Dank der Initiative „Natur im Garten“ - initiiert vom damaligen Landesrat Wolfgang Sobotka - wurde dann aber in Altenburg ein Gartenkompetenzzentrum aufgebaut, dass mittlerweile europaweit Anerkennung gefunden hat. „Seit 2003 wird Ökologie im Garten bei uns großgeschrieben“, meinte Hüttl. Zum Stift gehören 12  Hektar Gartenanlagen, was die Pflege nicht leicht mache. 

Schon von Anfang an habe man zwar viele Ideen, aber nicht das notwendige Geld gehabt, meinte Hüttl weiter. Nach und nach habe man die Projekte aber umsetzen können, bis schließlich mit der Gestaltung des Gartens der Religionen eine Oase der Ruhe errichtet wurde, die zur Einkehr und Entspannung einlädt. Zwischen alten Mauern blühen Rosen, Sommerblumen oder exotische Pflanzen, auch Heilkräuter werden kultiviert.

In den Gärten des Stiftes gelten die Grundsätze von „Natur im Garten“ und die biblische Überzeugung, dass alles von Gott sehr gut geschaffen ist. Verständnis im Dialog mit anderen Religionen und das Bemühen um eine lebenswerte Umwelt für die nächsten Generationen, Orte der Stille und Plätze zum Feiern zeichnen die Vielfalt der Altenburger Gartenwelt aus, davon zeigten sich die Besucher beeindruckt. In der Orangerie konnten die Altenburger Weine verkostete werden. Stiftskapellmeister Martin Wadsack sorgte für die Stimmungsvolle Umrahmung der gelungenen Veranstaltung.